Im Sommer ist in der „Rigi-Rutsch‘n“ wieder Betrieb.

„Rigi-Rutsch‘n“

Freibad öffnet im Sommer „definitiv“

Peißenberg – Bei vielen Peißenbergern geht die Sorge um, dass auch heuer die Sommerbadesaison ausfallen oder das Freibad sogar für immer geschlossen bleiben könnte. Doch Badefans können aufatmen: „Es wird 2017 definitiv eine Freibadsaison in der ‘Rigi-Rutsch’n‘ geben“, bestätigt Bürgermeisterin Manuela Vanni auf Nachfrage.

Nach Auskunft der Rathauschefin sei in der jüngsten Verwaltungsratssitzung der zuständigen Gemeindewerke „ziemlich konstruktiv diskutiert“ worden. Bei der Neukonzeption gehe es abschließend darum, noch nach weiteren Einsparmöglichkeiten zu suchen. Bekanntlich soll die „Rigi-Rutsch’n“ künftig nicht mehr als 500 000 Euro an Defizit pro Jahr verursachen: „Da sind wir noch nicht ganz“, räumt Vanni ein – wobei der Betrag freilich nur eine Richtmarke sein könne: „Es gibt ja auch Sommer, in denen das Wetter schlecht ist. Die 500 000 Euro sind eine Annahme, das ist ganz klar“, so Vanni. Fest steht inzwischen, dass über das neue Konzept für den Bäderpark öffentlich im Gemeinderat entschieden wird – und zwar am Montag, den 6. Februar. Die außerordentliche Plenarsitzung wird wegen des zu erwartenden Besucherinteresses nicht im Rathaus, sondern in der Tiefstollenhalle stattfinden. Beginn ist um 18:30 Uhr.

Dass der Gemeinderat bei der „Rigi-Rutsch’n“ ein entscheidendes Wort mitreden soll, erscheint zunächst widersprüchlich. Als die Gemeindewerksleitung nach dem Großbrand im Februar 2016 in Absprache mit dem Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens (KU) die Sommerbadesaison abgesagt hatte, gab es von Seiten der SPD und Bürgervereinigung massive Kritik. Die beiden Fraktionen versuchten, den vorläufigen Schließungsbeschluss im Gemeinderat zu kippen. Allerdings liefen die Bemühungen ins Leere. Nach der vom Marktrat selbst abgesegneten Satzung für die Gemeindewerke entscheidet das Kommunalunternehmen bezüglich der eigenen Belange autark – und damit auch in Angelegenheiten der von der Gemeinde übertragenen und aufgebürdeten Betriebssparte „Bäderpark“. Der Marktrat ist also rein formal nicht zuständig und kann allenfalls Empfehlungen an das KU aussprechen. In der Praxis sind die Gemeindewerke beim Freibadbetrieb aber auf die finanzielle Hilfe ihres „Mutterkonzerns“, den Markt Peißenberg, angewiesen. Die Gemeinde stemmt jedes Jahr zwar nicht den vollen, aber einen Teil des Defizitausgleichs. Daran soll sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern. Die Teil-Ausgleichszahlungen fließen aber über den kommunalen Haushalt – und diesbezüglich liegt das Budgetrecht allein beim Marktrat. Das Gremium hat deshalb indirekt doch ein gewichtiges Mitspracherecht, wie es mit der „Rigi-Rutsch´n“ künftig weitergeht.

Bernhard Jepsen

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