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Gut besucht ist die „Rigi-Rutsch’n“ an sonnigen Tagen – so wie gestern. 

Zwischenbilanz der Freibadsaison

„Rigi-Rutsch‘n“: 1897 Besucher am bisherigen Rekordtag

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Nach einem Jahr Pause kann heuer wieder in der „Rigi-Rutsch‘n“ gebadet werden - allerdings ohne Warmbecken. Ob das Verluste bringt? Eine erste Bilanz:

Peißenberg – Sonne satt am frühen Morgen – etwas besseres gibt’s einfach nicht für die Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“. Denn wenn der Himmel gleich in der Früh blau ist, dann wird’s ein guter Tag im Freibad. Und es gab heuer schon einige gute Tage. „Wir sind zufrieden“, sagt Ingrid Haberl, die nach dem Rücktritt von Günther Forster nun Vorstand der „Gemeindewerke Peißenberg“ ist. Seit Wiedereröffnung des Bads am 10. Juni kamen rund 33 500 Besucher. Rund 12 000 davon im Juni, der Rest im Juli und August.

Das bisherige Top-Ergebnis wurde in dieser Woche erzielt: Am Dienstag planschten und schwammen 1897 Besucher in den Becken. „Sonn- und Feiertage sind einfach die besten Tage bei uns“, sagt Haberl. „Da hat die ganze Familie Zeit zum Baden.“

Allerdings gibt’s bei den Zahlen starke Schwankungen. „Wir sind eben wetterabhängig.“ Ist es morgens trüb, hilft es zumeist auch nicht, wenn die Sonne ab den Mittagsstunden scheint. „Da haben sich die Leute dann oft schon entschieden, etwas anderes zu machen.“ Am schlechtesten Tag bisher – da blieb es bis abends kühl – landeten gerade einmal rund 10 Euro an Einnahmen in der Kasse – da macht sich dann die fehlende Sauna bemerkbar. Denn zumindest die lockte früher bei schlechtem Wetter ein paar Gäste an. Angst vor kurzen Regenschauern müssen Besucher in der „Rigi-Rutsch’n“ aber nicht haben – denn auch, wenn das Innenbecken geschlossen ist, können Badegäste im Haus Schutz suchen. „Das Gebäude ist offen“, sagt Haberl, der Wärmebereich steht zur Verfügung.

An sonnigen Tagen macht sich das fehlende Warmwasserbecken bei den Besucherzahlen bisher nicht bemerkbar. Auch Beschwerden gibt es selten. „Die geschlossene Sauna ist eher ein Thema.“ Doch auch da trifft Haberl häufig auf Verständnis. „Die Gäste verstehen, dass wir erst schauen müssen, was möglich ist.“ Aktuell werde noch immer geprüft, ob eine Rehaeinrichtung im Gebäude integrierbar ist. „Das muss zu uns passen und stemmbar sein.“

Während es da wohl noch dauert, bis das Ergebnis feststeht, sind im Freibad einige Neuerungen im Vergleich zu den Vorjahren sichtbar. Der Kiosk zum Beispiel ist laut Haberl „tip top. Wir haben nur positive Resonanz“. Die Zusammenarbeit mit dem Betreiber, der „Thomas Spirkl GmbH“, und dessen Personal „ist sehr angenehm“.

Begeistert angenommen werden zudem die Spielgeräte, die die „Freunde der ,Rigi-Rutsch’n‘“ angeschafft haben. Der Förderverein hat obendrein auch ein Angebot für „große“ Besucher geschaffen: Einen Aqua-Fitness-Kurs mit Birgit Albert, immer montags von 10 bis 10.45 Uhr. An dem kann jeder Gast kostenlos teilnehmen. „Da ist das Becken ganz schnell voll“, hat Haberl beobachtet.

Sie hofft, dass es bis zum Ferienende am 10. September – danach schließt das Freibad – noch viele schöne Badetage gibt. Denn das Ziel ist, in dieser Saison auf 45 000 bis 50 000 Besucher zu kommen. Im Zehn-Jahresschnitt seien es jährlich rund 63 500 gewesen. Heuer allerdings öffnete das Bad auch erst im Juni und nicht wie früher im Mai – und die Sauna gibt’s eben erst wieder im Winter.

Zum Abschluss der Freibadsaison sind zwei Veranstaltungen geplant: Zum einen ein Sommerfest am Samstag, 9. September. Und einen Tag drauf, am Sonntag, werden Technikführungen im Bad angeboten. „Da darf man bei uns hinter die Kulissen schauen.“ Die Führungen finden am 10. September um 14, 16 und 18 Uhr statt. Wer Interesse hat, wird gebeten, eine E-Mail an werke@peissenberg.de zu schicken und seine Kontaktdaten zu hinterlassen.

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