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In der Vergangenheit gab es auch  „Sauna-Events“ wie Klangschalen-Abende.

„Rigi-Rutsch’n“

Saunaöffnung ohne Innenbecken

Wenn am morgigen Freitag die Sauna in der „Rigi-Rutsch’n“ öffnet, endet für viele Saunafreunde eine lange Durststrecke. Doch das Vergnügen ist von kurzer Dauer: Ende März soll endgültig ausgeschwitzt sein im „Peißenberger Freizeit- und Bäderpark“.

Peißenberg – Auch, wenn die Tage der Sauna in der Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“ nach geltendem Verwaltungsratsbeschluss gezählt sind: Die Gemeindewerke haben vor der Öffnung der Sauna am morgigen Freitag, 27. Oktober, noch Geld in die Hand genommen, um das Saunieren im „Freizeit- und Bäderpark“ wieder attraktiver zu machen. „Es ist fix, dass wir das Innenbecken aufmachen werden“, sagte Ingrid Haberl, die Vorstand der Peißenberger Gemeindewerke ist. Leider lasse sich dieses Vorhaben nicht schon zur Eröffnung der Sauna morgen verwirklichen. Da das Becken und die Wärmehalle anfangs noch renoviert werden müssen, gelten zunächst reduzierte Preise (siehe Kasten rechts). Geöffnet ist täglich von 13 bis 22 Uhr.

Aber dass das Innenbecken den Saunierenden wieder zur Verfügung stehen soll, stehe fest: „Wir haben das Becken, das ist eine attraktive Leistung“, sagt Haberl, und diese solle den Besuchern der Sauna der „Rigi-Rutsch’n“ auch angeboten werden. Es seien nur noch wenige Fragen mit der Versicherung zu klären, dann stehe der Öffnung des Beckens nichts mehr im Wege. Haberl gab zu, dass durchaus überlegt worden sei, das Becken geschlossen zu lassen, weil der Saunabetrieb im März ohnehin eingestellt werden soll – doch andererseits müsse auch jede Gelegenheit genutzt werden, Saunagäste zu gewinnen. „Das war das Spannungsfeld, in dem wir uns befanden.“

Was für die voraussichtlich letzte Saunasaison in der „Rigi-Rutsch’n“ aber ab morgen schon genutzt werden kann, ist das Tauchbecken. „Wir haben es wieder hergerichtet und den Bereich angenehmer gestaltet“, sagt Haberl. Zudem stehen auf den rund 1500 Quadratmetern Fläche fünf Saunen zur Verfügung, darunter eine finnische Blockhaussauna mit Saunagarten und Stollendusche und ein klassisches Dampfbad. Dienstags haben nur Frauen Zutritt zu dem Wellnessbereich.

Derzeit arbeiten im „Freizeit- und Bäderpark“ ein Schwimmmeister und ein Fachangestellter für Bädertechnik. Die beiden hätten so viel wie möglich in Eigenleistung erledigt, so die Gemeindewerke-Chefin. Überhaupt sei die Unterstützungsbereitschaft in Sachen „Rigi- Rutsch’n“ und ihrer Sauna groß. „Saunagäste haben sich zum Beispiel für ein Fotoshooting zur Verfügung gestellt.“ Es sei wichtig gewesen, einmal Sauna und Schwimmbad abwechselnd geöffnet zu haben, „so konnten wir getrennt anschauen, was wo verbraucht wird“.

Die ambulante Reha, die in die „Rigi-Rutsch’n“ einziehen soll, sei eine gute und reelle Option, deren Verwirklichung kontinuierlich verfolgt werde. Dass es aber eine allheilbringende Idee für eine sichere Zukunft des bisher sehr defizitären Bades gebe, glaubt Haberl nicht. Dazu gebe es zu viele Aspekte: „Das Thema ist hochkomplex und noch lange nicht abgeschlossen.“

 Kathrin Hauser
 Katrin Martin

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