Eigentlich war die Sanierung des Außenbereichs klar, jetzt ist sie aber infrage gestellt worden.
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Eigentlich war die Sanierung des Außenbereichs klar, jetzt ist sie aber infrage gestellt worden.

Kindergarten Regenbogen

Sanierung wird zum Politikum

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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Die Sanierung des Außengeländes am evangelischen Kindergarten „Regenbogen“ entwickelt sich langsam zum Politikum. Nach der Vorberatung im Bauausschuss (wir berichteten) sollte das Thema eigentlich in der jüngsten Sitzung des Marktrats diskutiert werden, doch auf der Tagesordnung stand es nicht.

Peißenberg – Während es im Frühjahr noch geheißen hatte, dass dringender Handlungsbedarf bestehe, weil die Kinder bei feuchter Witterung auf dem abschüssigen Gelände nicht spielen könnten, verwies Bürgermeister Frank Zellner (CSU) nun darauf, dass „verschiedene Fragen aufgetaucht“ seien und man sich die Zeit nehmen solle, zusammen mit dem Kirchenvorstand bei einem Ortstermin die Lage noch einmal genau zu eruieren. Der Rathauschef bot an, die Angelegenheit doch noch auf die Tagesordnung zu hieven, wenn der Marktrat dies wünsche, aber das Gremium lehnte ab – mit Ausnahme von Jürgen Forstner: „Ich bin damit überhaupt nicht einverstanden, dass das heute nicht beraten wird. Es gibt gültige Beschlüsse, die umgesetzt werden sollten“, kritisierte der Fraktionssprecher der Freien Wähler.

Laut der Anfang März verabschiedeten Beschlusslage hätte das Bauamt inklusive der Planung Angebote von Gartenbaufirmen einholen sollen. Doch die Rathausverwaltung schlug nun im jüngsten Bauausschuss vor, die Neugestaltung der Außenanlagen von einem Planungsbüro konzipieren zu lassen und fördertechnisch in die Gesamtmaßnahme für die beabsichtigte Innensanierung des Kindergartens zu integrieren. Bauamtsleiter Bernhard Schregle berichtete im Marktrat, dass „Telefonerkundungen“ ergeben hätten, dass klassische Landschafts- respektive Gartenbaufirmen solche Arbeiten nicht planen würden. Kindergartenspielplätze hätten andere Anforderungen, vor allem bezüglich der Sicherheit. Auch sei eine Vermessung des Geländes erforderlich.

„Unser Wunsch ist es, sich die Sache noch einmal anzuschauen. Dadurch geht nichts kaputt. Die Zeit ist da“, argumentierte Schregle. Forstner hielt dagegen, das Problem sei seit über 20 Jahren bekannt. Es gehe hauptsächlich um eine Lösung für die Entwässerung. „Jetzt trietschelt man wieder rum und verteuert das Ganze“, so Forstner – und: „Ich hätte gerne die Liste der kontaktierten Firmen. Es wäre doch gelacht, wenn wir da nicht jemanden finden, der das für vergleichsweise wenig Geld über die Bühne bringt.“

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