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Zwei Häuser sind an der Schongauer Straße entstanden. Der Aushub wurde genutzt, um das Gelände aufzuschütten. 

Schongauer Straße

Aushub in Überschwemmungszone gelagert

Peißenberg - An der Schongauer Straße ließ ein Bauherr das Gelände aufschütten. Der  Bauausschuss befürchtet, dass dies die Hochwassersituation verschärfen könnte.

An der Schongauer Straße in Peißenberg. zwischen Bücherei und Kaufland, genau dort, wo früher das „schiefe Haus“ stand, wurden inzwischen zwei Doppelhaushälften errichtet. So weit, so gut. Im Zuge einer Baukontrolle des Landratsamts wurde Ende August 2015 jedoch festgestellt, dass der Bauherr in östlicher Richtung mit dem angefallenen Bauaushub eine Geländeaufschüttung von bis zu einem Meter hat vornehmen lassen. Die betroffene Fläche, die als Außenbereichsgrünfläche und als Überschwemmungszone ausgewiesen ist, umfasste zu diesem Zeitpunkt rund 1000 Quadratmeter. Die Aufschüttung hätte demnach einer behördlichen Zustimmung bedurft – doch selbige wurde nicht eingeholt. Der Bauherr stellte deshalb nachträglich einen Antrag auf Baugenehmigung zur Ausbringung von Erdreich. Fall erledigt? Nein. Der Peißenberger Bauausschuss verweigerte nun in seiner Sitzung das gemeindliche Einvernehmen und damit die nachträgliche Genehmigung. Durch die Geländeaufschüttung, so hieß es, werde die Hochwassersituation in der Umgebung verschärft. Das sei auch von den Anwohnern moniert worden: „Wir können doch nicht das Einvernehmen herstellen“, sagte Stefan Barnsteiner (CSU), „wenn die Nachbarn gegen die Aufschüttung sind.“ Zudem wurde im Gremium spekuliert, dass sich der Bauherr vermutlich nur die Kosten für die Abraumentsorgung hat sparen wollen.

Über die Zulässigkeit des nachträglichen Genehmigungsantrags entscheidet letztlich aber nicht die Gemeinde, sondern das Landratsamt. Die Kreisbehörde wird im Rahmen der fachlichen Prüfung auch eine Bewertung der tatsächlichen Auswirkungen auf den Hochwasserschutz vornehmen. Bernhard Jepsen

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