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Sie sollen in Peißenberg für Ordnung sorgen: Sicherheitswachtler offiziell im Dienst

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Von: Bernhard Jepsen

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Einsatzbereit: Tobias Neuner (1.v.l.), Harald Bauer (2.v.l.), Robert Kopp (2.v.r.) und Manuela Vanni (1.v.r.) führten die Sicherheitswacht offiziell in ihren Dienst ein. © Foto: Jepsen

Sie soll ein Bindeglied zwischen Bevölkerung und Polizei sein – und im Rahmen eines Pressetermins mit dem Präsidenten des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, Robert Kopp, wurde sie nun auch ganz offiziell in Peißenberg eingeführt: Die ehrenamtliche Sicherheitswacht.

Peißenberg – „Das ist ein beeindruckendes Bild.“ Weilheims Polizeichef Harald Bauer geriet richtig ins Schwärmen, als er auf die ehrenamtlichen Sicherheitswachtmitglieder blickte, die sich im Rathaussitzungssaal mit ihrer Einsatzkleidung der Presse vorstellten.

Sechs Frauen und drei Männer sind künftig mit ihren blauen, optisch an Polizeiuniformen orientierten Jacken auf Patrouille im Gemeindegebiet unterwegs – respektive haben bereits die ersten Streifengänge hinter sich gebracht. Im vergangenen September legte die Sicherheitswacht in Peißenberg los, nun haben vier weitere Mitglieder ihre Ausbildung absolviert. „Sie sind Menschen, die Verantwortung übernehmen und hinschauen“, lobte Robert Kopp den Einsatz der Ehrenamtlichen. Die Sicherheitswacht, die es im Präsidiumsbezirk mittlerweile in 18 Kommunen gibt, sei ein „Erfolgsmodell“: „Die Menschen unterscheiden sehr wohl, wen sie vor sich haben“, erklärte Kopp. Durch den niederschwelligen Charakter der Sicherheitswacht könnten viele Konflikte bereits kommunikativ auf Augenhöhe gelöst werden – ohne hoheitlichen Einfluss. „Sie werden auf der Straße gerne gesehen“, ließ Kopp die Sicherheitswachtmitglieder wissen – und: „Im Ernstfall werden Sie von uns nicht alleine gelassen.“ Straftaten aufzuklären, sei nach wie vor Aufgabe der Polizei.

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Vor ihrem Dienstantritt mussten die Ehrenamtlichen eine 40 Unterrichtseinheiten umfassende Ausbildung (u.a. Strafrecht, Erste-Hilfe-Kurs) durchlaufen. Auch die charakterliche Eignung wurde überprüft. „Wir haben genau die Leute bekommen, die wir haben wollten. Sie haben das richtige Rollenverständnis“, konstatierte Harald Bauer.

Polizeihauptkommissar Tobias Neuner, der für die Betreuung der Sicherheitswachten zuständig ist, drückte es etwas salopper aus: „Es sind keine Wichtigtuer oder Rambos dabei.“ Die ersten Erfahrungen der Sicherheitswacht in Peißenberg seien bislang durchweg positiv. Wie Neuner berichtete, sei zum Beispiel beim Weihnachtsmarkt am Tiefstollen eine Streife eingesetzt „und sehr gut angenommen worden“.

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Einsatzschwerpunkte in Peißenberg, so Neuner, sind unter anderem der Ammerdamm, die Gümbelstraße rund um das Asylbewerberwohnheim, der Friedhof, der Bahnhof und das Rigi-Center, der Skaterplatz sowie der Abenteuerspielplatz am Michelsbach. Auch die Neue Bergehalde rund um die Knappengedächtniskapelle steht regelmäßig im Streifenplan: „Dort fahren die Jugendlichen oft mit den Mopeds rauf“, berichtete Birgit Albert, die bereits seit September bei der Sicherheitswacht in Peißenberg mit dabei ist und zuvor schon in Schongau und Weilheim Streifengänge absolviert hat.

Bis auf ein illegales Feuer am Ammerdamm habe es noch keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Beim Pressetermin äußerte Bürgermeisterin Manuela Vanni den „Wunsch“, dass die Sicherheitswacht rund um das neue Jugendzentrum und Bürgerhaus öfters nach dem Rechten schauen solle: „Dort haben wir ein bisschen Probleme mit Alkohol“, so die Rathauschefin.

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