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Beliebter Treffpunkt: Im September 2015 wurde eine neue Skateranlage auf der Neuen Bergehalde aufgebaut. Seitdem kommt es dort allerdings auch immer wieder zu Problemen. 

Ärger über Alkohol und Vandalismus

Wird die Skateranlage verlegt?

Immer wieder kommt es zu Alkoholmissbrauch und Vandalismus an der Peißenberger Skateranlage. Deshalb könnte der Platz auf der Neuen Bergehalde irgendwann Geschichte sein.

Peißenberg – Die Skateranlage am Peißenberger Volksfestplatz ist eine bei Kindern und Jugendlichen beliebte Freizeitanlage. Doch rund um den Betrieb auf der Neuen Bergehalde gibt es offenbar massive Probleme mit Vandalismus und Alkoholmissbrauch. Immer wieder melden sich bei Gemeinderäten und im Rathaus besorgte Eltern, die ihre Kinder aufgrund der Zustände die Skateranlage nicht mehr alleine besuchen lassen wollen. Die SPD-Marktratsfraktion hat deshalb den Antrag gestellt, dass die Anlage doch verlegt werden könnte – und zwar neben das neue Jugendzentrum. Das wird auf der Parkanlage zwischen Bahnhof und Rigi-Center gebaut. Nach Meinung der Genossen würde der Standort im Vergleich zur Bergehalde eine bessere Kontrolle durch das Juze-Aufsichtspersonal ermöglichen.

Der SPD-Antrag sei nachvollziehbar und berechtigt – so lautete der Grundtenor im vorberatenden Bauausschuss zum Thema. „Für eine Verlegung der Skateranlage spricht grundsätzlich die bessere Einsehbarkeit und damit die soziale Kontrolle“, hieß es zum Beispiel vonseiten des Bauamts. Doch dann kam das große „Aber“: Die Skateranlage, so führte die Rathausverwaltung beim Vortrag ihres Prüfergebnisses aus, benötige einen Flächenbedarf von knapp 600 Quadratmetern. Eine Verlegung auf die Freifläche zwischen neuem Bürgerhaus respektive Juze und der Sulzer Straße sei deshalb aus Platzgründen nicht möglich.

Und wie sieht es mit dem Areal zwischen dem Vereinshaus der „Crazy Devil’s“ – Marktbaumeister David Oppermann sprach im Ausschuss salopp vom „Rockerheim“ – und dem künftigen Jugendzentrum aus? Ähnlich schlecht. „Das wäre eine Beeinträchtigung für den geplanten Lesegarten an der Bücherei“, erklärte Oppermann mit Hinweis auf den Skaterlärm. Zudem sei von der Juze-Leitung der Wunsch geäußert worden, eine separate Spielwiese am neuen Standort zu schaffen. Und überhaupt: Als Fundament für die Halfpipe müsse eine Asphaltierung gelegt werden. Allerdings sei der Untergrund in der Parkanlage mit Abraummaterial aus der Bergwerkszeit verfüllt, was zunächst einen kostenintensiven Bodenaustausch erforderlich mache: „Ich will den Antrag nicht madig machen, aber aus Sicht der Bauverwaltung spricht vieles nicht dafür, die Skateranlage zum neuen Juze zu verlegen“, erklärte Oppermann.

Die Argumentation überzeugte auch Jutta Geldsetzer (SPD). Ihrer Fraktion sei es darum gegangen, eine Grundsatzdebatte um den Standort für die Skateranlage anzuregen. Um die räumliche Nähe zum neuen Juze herzustellen, sei es auch denkbar, die Bahn auf dem Moosleitenparkplatz aufzustellen – auch dann wäre sie vom neuen Gebäude aus einsehbar.

Der Vorschlag fand im Ausschuss Anklang: „Oben auf dem Festplatz parken, und unten Veranstaltungen stattfinden lassen – das war schon immer meine Meinung“, sagte Bürgermeisterin Manuela Vanni. Eine teilweise Neugestaltung des Moosleitenparkplatzes sei aber nur möglich, wenn die Bindungsfrist für die beim damaligen Bau geflossenen Fördergelder schon abgelaufen sei: „Das müssen wir erst prüfen“, so Vanni.

Eine Entscheidung über die Zukunft des Skaterplatzes soll im Gemeinderat am kommenden Mittwoch, 22. Februar, um 18.30 Uhr fallen.

Bernhard Jepsen

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