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So sauber sieht‘s an der Ammer leider nicht immer aus.

Vorschlag kommt nicht gut an

Soll Bürgerwehr an der Ammer für Ordnung sorgen?

Wie kann man der Müllproblematik an der Ammer entgegenwirken? Durch einen Sicherheitsdienst oder eine ehrenamtlichen Bürgerwehr? Die Gemeinderäte diskutieren eifrig.

Peißenberg –  Zuletzt stand das Thema im Haupt- und Finanzausschuss auf der Tagesordnung. Bürgermeisterin Manuela Vanni informierte darüber, wie viel Zusatzkosten es verursachen würde, wenn der von der Gemeinde für die Bewachung von kommunalen Liegenschaften ohnehin schon beauftragte Sicherheitsdienst auch an der Ammer patrouillieren würde. Bei einer angenommenen Einsatzzeit von circa 90 Tagen in den Frühlings- und Sommermonaten müsste die Gemeinde demnach rund 3150 Euro zusätzlich berappen. Vanni rechnete zudem vor, dass ein erweiterter Bauhofeinsatz bei der Müllentsorgung mit rund 200 Euro pro Tag zu Buche schlagen würde. Bei zwei „Sammeltagen“ (montags und freitags) ergäben sich bei zwölf Wochen 2400 Euro.

Werner Haseidl (CSU/Parteilose) schlug als Alternative eine ehrenamtliche Bürgerwehr vor („damit würde sich vieles von selber erledigen“), doch der Vorschlag kam im Ausschuss nicht gut an. „Wir haben uns im Marktrat erst vor drei Monaten dafür entschieden, dass wir in Peißenberg keine Bürgerwehr haben wollen“, entgegnete die Bürgermeisterin. Neben versicherungstechnischen Problemen sei unter anderem die Frage, wer das Personal schule. Vanni verwies zudem auf ein weiteres Problem: Ebenso wie ein Sicherheitsdienst wäre eine Bürgerwehr in ihren Kompetenzen beschränkt und nicht weisungsbefugt: „Wir als Gemeinde haben an der Ammer kein Hausrecht“, erklärte Vanni. Die Uferflächen bis zu den Dammkronen gehören in den Zuständigkeitsbereich des Wasserwirtschaftsamts. Auch Peter Blome winkte beim Thema „Bürgerwehr“ ab: „Ich bin kein großer Freund davon. Bei Partys an der Ammer lassen sich die Feiernden doch von einer Bürgerwehr nichts sagen.“ Ein Beschluss wurde nicht gefasst.

Bernhard Jepsen

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