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Beim CSU-Familienfest ging es auf der Bockerlbahn rund.

Sommerfest im Doppelpack macht Peißenberg zur Partymeile

Feierlaune in Peißenberg: Gleich zwei große Feste hat es am Sonntag in der Marktgemeinde gegeben, nämlich das Dorffest im Unterdorf und das Familienfest der CSU an der Tiefstollenhalle.

Peißenberg – Als goldrichtig hat sich die Entscheidung des „Trachtenvereins Markt Peißenberg“ erwiesen, das Dorffest zu verschieben. An Mariae Himmelfahrt gingen einige Regenschauer auf Peißenberg nieder, was sicher einige Besucher vertrieben hätte, da das Fest entlang der Bachstraße im Unterdorf stattfindet, wo es keinen Unterschlupf für die Gäste gibt. Am Sonntag hingegen herrschte ideales Wetter, und so konnte das Jubiläum – das Dorffest gibt es seit 25 Jahren – entsprechend gefeiert werden. Es war allerdings nicht das 26. Fest in Folge. Wegen schlechten Wetters musste die Veranstaltung schon einige Male ausfallen. Sicher ist aber, dass sie 1994 zum ersten Mal veranstaltet wurde.

Hitze sorgte für große Nachfrage bei Getränken

Die Hitzewelle sorgte heuer sehr zur Freude der Mitglieder des Frauenbunds St. Johann, die für die Versorgung der Gäste mit Getränken zuständig waren, für gute Nachfrage. Sie brachte aber auch Nachteile mit sich. Zum einen drängten sich die Besucher mittags unter den Sonnenschirmen, während die sonnigen Plätze frei blieben, zum anderen mussten die Organisatoren zum Ausklang des Fest immer wieder einen Blick nach oben werfen, da für den Abend heftige Gewitter angekündigt waren.

Die Bewirtung hatten die Organisatoren wieder verteilt, um mit dem zu erwartenden Ansturm von mehr als 1000 Besucher fertig zu werden, so Anna Hacklinger vom Vorstand der „Landfrauen Peißenberg-Ammerhöfe“, die in der Organisation tätig war und sich mit anderen Landfrauen um Kaffee und Kuchen kümmerte. „Für das Essen haben wir einen professionellen Caterer aus Peißenberg“, sagte Hacklinger, „mit dem wir schon gute Erfahrungen gemacht haben.“

Trotzdem bleibt noch genügend Arbeit für die Ehrenamtlichen. Hacklinger: „50 bis 60 Leute sind in der Vorbereitung und Durchführung tätig.“

Stammgast auf dem Fest ist der Gerold Schorsch, der Wert auf Tradition und die bairische Form seines Namen legt. „Ich komme schon her, seit es das Dorffest gibt“, stellt er fest. Ihm gefällt, dass „schon zu Mittag eine gute Stimmung herrscht“, auch wenn die meisten Besucher erst am Nachmittag kämen.

Für die gute Stimmung sorgten auch die Trachtenjugend mit ihren Aufführungen und die Musik. Am Vormittag spielten die „Stammertaler“, am Nachmittag die ehemaligen „Scheidhauf-Buam“ und am Abend trat die Knappschaftskapelle auf. Vom Erlös des Fests gibt es laut Hacklinger wieder „eine Spende für einen guten Zweck“: heuer an die Pfarrei St. Johann, zweckgebunden für die Gestaltung und Pflege des Gartens der Kirche.

Familiäres Fest für Familien

Mit dem Dorffest des Trachtenvereins konnte das Familienfest des CSU-Ortsverbands zahlenmäßig nicht mithalten. Dies war aber auch nicht das Ziel der Veranstalter, wie der CSU-Ortsvorsitzende Frank Zellner und seine Kolleginnen Angie Eichberger von der Frauenunion und Theresa Pfeifer von der Jungen Union erklärten. Vielmehr sollte es ein familiäres Fest für Familien mit kleinen Kindern werden, bei dem aber auch alle anderen Gäste willkommen waren.

Schließlich reichten die 80 vorbereiteten Plätze an den Biertischen vor der Tiefstollenhalle nicht aus. Es mussten noch Stühle geholt werden, damit alle der gut 100 Besucher einen Sitzplatz hatten. Die meisten Gäste waren junge Familien, auf deren kleine Kinder das Angebot abgestimmt war. Die jungen Gäste konnten am Basteltisch ihrer Kreativität freien Lauf lassen, sich in der Hüpfburg austoben oder sich schminken lassen. Beliebt war auch eine Rundfahrt mit der Bockerlbahn. Bei den Eltern kam der Besuch des Bergwerkmuseums gut an. Einige Gäste hatten sogar im Vorfeld Führungen gebucht.

Auch einen christlichen Programmpunkt hatten die Christsozialen wieder eingeplant. Pater George kam zur Fahrradsegnung. Neu bei Familienfest war ein Flohmarkt für Kindersachen.

Eichberger freute nicht nur der gute Besuch, sondern auch, dass sich rund zwei Dutzend Helfer zur Vorbereitung und Durchführung des Fests gemeldet hatten. Auch Mitglieder der Seniorenunion hätten die Arbeit unterstützt. „Aufbauend auf einer langjährige Tradition“ gibt es laut Eichberger das Familienfest seit vier Jahren in der jetzigen Form. Heuer war noch ein besonderer Anlass zum Feiern: Die Peißenberger Frauenunion, auf deren Initiative das Familienfest zurückgeht, wurde 40 Jahre alt.

Alfred Schubert 

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