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Wollen, dass diese dunkle Ecke heller wird: Heidi und Manfred Schönach mit Hund Max.

Sorgt Ast für   Verdunkelung?

Ärger über verdeckte Straßenlaterne

Zweimal schon ist Heidi Schönach aus Peißenberg  in der Dunkelheit gestürzt. Schuld daran sei ein Ast, der das Licht der Straßenlaterne verdeckt, sagt sie.

Peißenberg – Es ist nur ein Ast, der im Weg ist. Aber dieser eine Ast, der zu einer großen Kiefer gehört, die am Verbindungsweg zwischen Heimhausenstraße und Otto- Hahn-Straße in der Oberen Au in Peißenberg steht, beeinträchtigt Heidi Schönach sehr: „Der Ast nimmt alles Licht weg“, sagt Heidi Schönach. Ihr Mann Manfred und sie gehen jeden Abend mit ihrem Hund Max dort spazieren. In den Wintermonaten müssen sie sich an derStelle vorsichtig durch die Dunkelheit tasten, wie sie erzählen. „Man sieht nichts dort“, sagt Heidi Schönach. In der Dunkelheit könne sie auch nicht erkennen, ob der Weg glatt sei, was ihr schon Ungemach beschert habe: „Ich bin dort schon zwei Mal hingefallen“, sagt Heidi Schönach und ich fühle mich einfach unsicher, wenn es so dunkel ist.“

Der Verbindungsweg ist ein öffentlicher Weg, der laut Heidi Schönach besonders abends und in der Früh von vielen Fußgängern genutzt wird. Auf diesem Weg gehen viele Mitarbeiter von „Aerotech“ in die Arbeit. Zur Frühschicht und am Abend tappten die Fußgänger dann an dieser einen Stelle im Dunkeln. Das Problem könnte nach Ansicht von Heidi Schönach leicht behoben werden: „Ich würde sagen, dass es reicht, wenn ein Ast abgenommen wird. Es ist ja bloß, dass die Lampe wieder frei ist.“

Mit ihrem Anliegen haben sich Schönachs auch schon an die Gemeindeverwaltung gewandt und Thomas Schamper, der Sachgebietsleiter „Tiefbau“ bei der Marktgemeinde, sei vorbeigekommen und habe sich Laterne und die Kiefer angeschaut. „Er hat keine Veranlassung gesehen, dass etwas weggeschnitten wird“, sagt die Peißenbergerin.

Das bestätigt Schamper: „Ich war selber draußen und habe mir das in der Nacht angeschaut.“ Die Straßenlampe werde ein bisschen abgedunkelt. „Ich finde es nicht dramatisch“, sagt Schamper. Er habe noch zwei seiner Mitarbeiter an den Verbindungsweg geschickt, um deren Meinung zu dieser Stelle zu hören, doch auch diese hätten kein Problem entdecken können. Einen Teil des Baumes abzuschneiden, sei auch nicht so einfach: „Wenn der Ast weg ist, fehlt der halbe Baum“, sagt Schamper.

Grundsätzlich sei es so, dass die Verkehrssicherheit nicht durch in den Weg ragende Bäume, Sträucher oder Pflanzen gefährdet werden dürfe. Wenn dem so sein dann müsse die Gemeinde einschreiten“, sagt Schamper. Doch eine Gefährdung der Verkehrssicherheit habe er an dieser Stelle nicht entdecken können. Bislang habe es auch noch keine größeren Beschwerden gegeben wegen der Dunkelheit auf dem Weg. Wenn die Geschichte allerdings größere Kreise ziehen würde und sich die Beschwerden über die Fichte häufen würden, könne es schon sein, dass die Gemeinde einschreitet.

Heidi und Manfred Schamper können nicht verstehen, dass es nicht möglich ist, diesen einen Ast der Fichte wegzuschneiden: „Das ist doch kein Hexenwerk“, sagt Heidi Schönach.

Kathrin Hauser

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