Beim symbolischen Spatenstich: (v.l.) Florian Elling, Bürfgermeister Frank Zellner, Tobias Kühn (Telekom), Klaus Strauß und Erich Gehrmann.
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Beim symbolischen Spatenstich: (v.l.) Florian Elling, Bürfgermeister Frank Zellner, Tobias Kühn (Telekom), Klaus Strauß und Erich Gehrmann.

In Peißenberg

Startschuss für den Daten-Turbo

  • Bernhard Jepsen
    VonBernhard Jepsen
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Anfang Mai haben die Bauarbeiten für den langersehnten Breitbandausbau in Peißenbergs Außenbezirken begonnen. Wie es nun beim symbolischen Spatenstich hieß, läuft bei dem teuren Millionen-Projekt bislang alles reibungslos. Spätestens bis März 2022 sollen 114 Adressen an die schnelle Datenautobahn angeschlossen sein.

Peißenberg -– Seit ein paar Wochen sieht man auffällig viele Baufahrzeuge der Firma „Strabag“ durch die Marktgemeinde fahren – und dafür gibt es auch eine plausible Erklärung: Der österreichische Baukonzern wurde von der Telekom beauftragt, die Alte Bahn, die Ammerhöfe, die Berghofsiedlung, Fendt und Hohenwart mit Glasfaseranschlüssen im „Fibre to the Home“-Standard zu versorgen.

Dafür werden Kabel mit einer Gesamtlänge von 52 Kilometer verlegt – „also auf einer Distanz vom Peißenberger Rathaus bis zum Stachus“, wie Standortförderer Erich Gehrmann beim Spatenstich nahe der Scheithaufbrücke scherzhaft meinte.

Die Gemeinde hat allerdings durchaus etwas länger auf den Baustart warten müssen. Noch Anfang des Jahres hatte die Rathausverwaltung noch keinen konkreten Terminplan von der Telekom vorgelegt bekommen (wir berichteten).

Die Verträge wurden bereits 2019 unterschrieben. In den Konditionen ist vereinbart, dass die Bauarbeiten bis spätestens März 2022 abgeschlossen sein müssen.

Klaus Strauß von der Telekom sprach beim Pressetermin von einem „ganz schön umfangreichen Projekt“. Die Kommunikation mit der Rathausverwaltung würde aber gut funktionieren. „Wir sind schon voll im Bau – und es geht gut voran“, berichtete Strauß. Die Firma „Strabag“ ist mit zwei Bautrupps der Firmenniederlassungen in Augsburg und Wolfratshausen vor Ort.

Am Fendter Wanderparkplatz wurde ein Baudepot eingerichtet, wo unter anderem Leerrohre und Material der Telekom lagern. Auch an der Hochreuther Straße (Bauleitung) und an der Glückauf-Turnhalle (Abraum- und Kieslager) hat sich die „Strabag“ breit gemacht. „Ein Zentrallager würde keinen Sinn machen“, erklärt Bauleiter Florian Elling. Man wolle die Fahrzeiten in die Außenbereiche gering halten. Die Wirtschaftlichkeitslücke für die Telekom beträgt beim Ausbauprojekt rund 1,75 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern deckt davon 1,32 Millionen Euro über Fördermittel ab. Rund 429 000 Euro muss der Markt damit aus eigener Tasche berappen. „Das ist ein großer Betrag“, konstatierte Bürgermeister Frank Zellner (CSU). Aber gerade im Zuge der Corona-Krise habe sich gezeigt, wie wichtig schnelles Internet sei – ob für Home-Office oder auch für Homeschooling. „Schön, dass es nun mit dem Breitbandausbau im Außenbereich losgeht“, freute sich Zellner.

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