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Streik bei Gemeindewerken

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Von: Bernhard Jepsen

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Die Mitarbeiter der Peißenberger Gemeindewerke haben am Dienstagmorgen für mehr Gehalt demonstriert. Foto: verdi
Die Mitarbeiter der Peißenberger Gemeindewerke haben am Dienstagmorgen für mehr Gehalt demonstriert. © Ralf Ruder

Am Dienstagmorgen haben die Mitarbeiter der Peißenberger Gemeindewerke für eine bessere Bezahlung demonstriert. Rund 40 Beschäftigte gingen auf die Straße.

Gestern rief die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi im Rahmen der aktuell laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst in Peißenberg zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Um 7.30 Uhr versammelten sich vor der Bauhofeinfahrt an der Forster Straße rund 40 Beschäftigte der Gemeindewerke und des gemeindlichen Bauhofs zur Kundgebung. Auch die Kollegen des Landkreisbauhofs waren mit einer Abordnung vertreten.

Bis auf die krankgemeldeten oder urlaubsbedingt abwesenden Beschäftigten haben sich laut Manuel Büttner die kompletten Belegschaften am Streik beteiligt. „Allein die öffentlichen Arbeitgeber haben es zu verantworten, dass es zu einer Eskalation in der Tarifauseinandersetzung kommt. Sie ist unnötig wie Schnee im Sommer“, erklärt der Verdi-Gewerkschaftssekretär. Die Arbeitgeberseite habe es in der Hand gehabt, „mit alten Ritualen zu brechen und im zweiten Verhandlungstermin ein vernünftiges Angebot zu unterbreiten“. Das sei jedoch nicht geschehen, weshalb die Beschäftigten mit Arbeitsniederlegungen reagieren müssten.

Der Warnstreik in Peißenberg sei erst der Auftakt des Arbeitskampfes gewesen: „Wir werden quer durch die Dienststellen zu Arbeitsniederlegungen in den nächsten Tagen und Wochen aufrufen“, so Büttner, der für den Verdi-Bezirk „Allgäu“ auch die Landkreise Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen betreut. Die Streiks würden nicht nur Bauhöfe und Kommunalwerke, sondern unter anderem auch Krankenhäuser, Kindertagesstätten und Sparkassen betreffen.

Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ebenso setzt man sich für eine Verlängerung der Altersteilzeitregelung und eine Ost-West-Angleichung bei den Wochenarbeitsstunden ein. Auch fordert man Bonuszahlungen für Beschäftigte wie Pflegekräfte, die laut Büttner „gerade in der Corona-Krise den Kopf hingehalten haben“.

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