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Ab dem kommenden Jahr wird Strom für Kunden der Peißenberger Gemeindewerke teurer.

Strom der Peißenberger Gemeindewerke wird teurer

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Die Stromkunden der Peißenberger Gemeindewerke müssen ab 2020 etwas tiefer in die Tasche greifen. Das Kommunalunternehmen (KU) hebt seine Tarife infolge von steigenden staatlichen Belastungen und höheren Einkaufspreisen um durchschnittlich 1,65 Cent pro Kilowattstunde an.

Peißenberg – Dass es die Energiewende nicht zum Nulltarif gibt und der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteilernetze finanziert werden muss, das ist kein Geheimnis. Eine Hauptlast tragen dabei die Kleinverbraucher: „Sie subventionieren die Industrie mit“, bringt es Gemeindewerksleiterin, Ingrid Haberl, kurz und knapp auf den Punkt. Die staatlichen Umlagen und die höheren Einkaufspreise zwingen das KU, nach zwei Jahren wieder an der Preisschraube zu drehen.

Insgesamt betragen die die Mehrkosten, auf die das KU keinerlei Einfluss hat, rund 2,5 Cent pro Kilowattstunde. Einige preissteigernde Effekte können die Werke ausgleichen, so dass sie unter dem Strich mit Wirkung zum 1. Januar 2020 nur eine Durchschnittserhöhung von 1,65 Cent pro Kilowattstunde an ihre Kunden weitergeben. Die monatlichen Stromkosten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von etwa 3000 Kilowattstunden steigen so um rund 6,40 Euro.

Es wird vermutlich nicht die letzte Preisrunde sein, die das KU seinen Kunden in den nächsten Jahren auferlegen muss: „Auf Dauer werden die Preise eher weiter steigen“, bestätigt Manuel Schumnik, Vertriebs-Teamleiter bei den Werken. Der Strommarkt sei „immer umkämpfter“ und würde nur noch geringe Gewinnmargen abwerfen. Mit Kampfpreisen könnten Anbieter zwar kurzfristig Kunden anlocken, langfristig aber aufgrund der steigenden Börsenstrompreise nicht überleben: „Es haben in letzter Zeit sehr viele Billiganbieter Insolvenz anmelden müssen“, berichtet Schumnik.

Die Werke indes würden das Geschäft „seriös und transparent“ betreiben - mit dem Ziel, „faire Preise“ anzubieten: „Wir senken auch unsere Tarife, wenn es möglich ist“, betont Schumnik.

Laut Haberl muss das KU im Strombereich aber zumindest einen „kleinen Gewinn“ erwirtschaften, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der Unterschied zu den Großanbietern: „Bei uns gibt es keine Boni-Zahlungen an den Vorstand“, so Haberl. Wer wirklich beim Strom Geld sparen wolle, so Schumnik, der solle seinen Verbrauch reduzieren und in seinem Haushalt „Stromfresser“ wie alte Kühlschränke austauschen. Den Offerten von Billigstrom-Anbietern hinterherzujagen, bringe auf Dauer hingegen nicht den gewünschten Erfolg – zumal die Vergleichsportale zumeist keine aussagekräftigen Daten lieferten. „Da wird schon mal der teurere Grundversorgerpreis mit einem Schnäppchenpreis verglichen, der aber nur für drei Monate gilt“, weiß Schumnik.

In einem einschlägigen Portal wurde bezüglich der Gemeindewerke sogar einmal ein Tarif aufgelistet, den das KU gar nicht in seinem Portfolio hatte. Laut Haberl haben die Portale aufgrund ihrer oft „eigenwilligen Darstellungen“ ausreichend Klagen am Hals. „Da werden oft Äpfel mit Birnen verglichen. Aber wer zahlt, der schafft eben an“, stellt die KU-Chefin die Unabhängigkeit mancher Plattformen in Frage. Großen Unmut bei den Kunden der Gemeindewerke ob der Strompreiserhöhung hat es laut Schumnik bislang nicht gegeben. Der Kundenstamm liege konstant bei etwa 6200. Das KU würde in der Bevölkerung nach wie vor einen „hohen Identifikationsgrad“ genießen.

Lesen Sie dazu auch: Gemeindewerke haben Großes vor

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