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Über die Nutzung des Klinikareals wird derzeit diskutiert.

Studie soll Klarheit bringen

Was wird aus dem Krankenhaus-Gelände?

Was soll aus dem Peißenberger Klinikgelände werden? Eine Machbarkeitsstudie soll Möglichkeiten aufzeigen.

Peißenberg – Jedes Jahr im Dezember muss – oder besser gesagt darf – die Marktgemeinde bei der Regierung von Oberbayern einen Antrag auf Zuschussgelder einreichen – und zwar für die Projekte, die sie im nächsten Jahr im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau-West“ umzusetzen gedenkt. Die Mittelanforderung ist also noch keine verbindliche Festlegung, „ob die Maßnahmen umgesetzt werden, das steht auf einem anderen Blatt Papier“, erklärte Marktkämmerer Michael Liedl in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Das vorberatende Gremium segnete in seinem Beschlussvorschlag für den Marktrat den von der Kämmerei ausgearbeiteten Antrag für das kommende Jahr einhellig ab.

Die Liste umfasst drei Projekte mit einem Gesamtvolumen an förderfähigen Kosten von 861.000 Euro (Fördersatz 60 Prozent): Einmal geht es um die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt an der Unteren Hauptstraße (142.000 Euro), dann um den Bau des Bürgerhauses respektive Jugendzentrums (689.000 Euro) und – man höre und staune – um eine Machbarkeitsstudie für das ehemalige Krankenhaus (30.000 Euro). Die Gemeinde ist bekanntlich an einem Erwerb der Krankenhaus-Immobilie interessiert. Kein Wunder: Die Fläche würde städtebaulich neue Möglichkeiten eröffnen und ist für die Ortsentwicklung von großer Bedeutung. Nach Auskunft Liedls werden aber „noch einige Tage ins Land ziehen“, bis klar ist, wer der künftige Eigentümer des ehemaligen Klinik-Areals wird. „Die Machbarkeitsstudie ist auch kein Hinweis darauf, dass wir das Krankenhaus wirklich kaufen“, relativierte Liedl im Ausschuss.

Selbst wenn ein privater Investor einsteigen sollte, macht die Studie aus Sicht der Marktgemeinde Sinn. Die Gemeinde hat nämlich die Planungshoheit über das Krankenhausgelände, das baurechtlich nach wie vor als „Gemeinbedarfsfläche“ eingestuft ist. Das heißt, etwas anderes als beispielsweise ein Pflegeheim oder wieder eine medizinische Einrichtung dürfte dort momentan nicht entstehen. Über eine planerische Umwidmung würde allein der Marktrat entscheiden. Die Machbarkeitsstudie soll nun Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen – und zwar aufbauend auf dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK): „Da würde sich der Kreis schließen“, betonte Liedl. Das Ideenspektrum für die Verwertung des Geländes ist breit gefächert, „vom sozialen bis hin zum exklusiveren Wohnungsbau“, so der Kämmerer auf Nachfrage der Heimatzeitung. Die Verwaltung hat sich bereits auch in Murnau informiert. Dort wurde im ehemaligen Gemeindekrankenhaus ein Innovationszentrum aufgebaut. „Aber es ist noch zu früh, um da jetzt eine Tendenz nach außen zu geben“, sagt Liedl. Und dann gäbe es ja noch eine Nutzungsmöglichkeit, die 2015 in der Zukunftswerkstatt für Jugendliche vorgeschlagen wurde: ein Media-Markt mit Hubschrauberlandeplatz.

Bernhard Jepsen

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