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Das Krankenhaus Peißenberg (das Foto entstand 2014) wurde vor einem Jahr geschlossen, nun soll das Gebäude verkauft werden. 

weilheim/peissenberg

Tagespsychiatrie soll nach Weilheim

Peißenberg/Weilheim – Das ehemalige Peißenberger Krankenhaus soll noch heuer verkauft werden, die Gemeinde hat Interesse. Die dort untergebrachte „Lech-Mangfall-Klinik“ wird voraussichtlich 2020 nach Weilheim umziehen, wo auch eine stationäre Abteilung vorgesehen ist.

Das Peißenberger Krankenhaus, das vor einem Jahr geschlossen wurde, war bis vor einem Jahr eines von drei Häusern der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, und es spielt schon immer eine besondere Rolle in der Krankenhaus GmbH. Grund: Das Gebäude gehört der „Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See“ (KBS). Diese ist auch mit knapp 14 Prozent an der Krankenhaus GmbH beteiligt. Als diese im Oktober 1994 gegründet wurde, zahlte die „Knappschaft-Bahn-See“ rund eine Million Mark ein.

Wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß gestern bei ihrer Jahrespressekonferenz in Weilheim sagte, plant die „Knappschaft-Bahn-See“ den Ausstieg aus der Krankenhaus-GmbH noch für dieses Jahr. Sie habe inzwischen Interessenten für das Klinikgebäude gefunden. Wer das ist, dazu wollte die Landrätin allerdings nichts sagen. Der Verkauf wie auch der Ausstieg aus der Krankenhaus-GmbH sollen aber noch heuer über die Bühne gehen.

Wie eine Nachfrage der Heimatzeitung bei Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni ergab, wurde das Krankenhaus der Marktgemeinde von der „Knappschaft-Bahn-See“ angeboten. „Das ist bei uns ein Thema“, so Vanni gestern Nachmittag, mehr könne sie dazu noch nicht sagen. Es seien noch viele Fragen offen.

Ein Knackpunkt beim Verkauf ist die „Lech-Mangfall-Klinik“, die in einem Trakt des Hauses untergebracht ist. Die psychiatrische Tagesklinik verfügt über 20 Plätze und eine große Institutsambulanz. Sie betreut Patienten, für die eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht, für die aber eine vollstationäre Aufnahme noch nicht erforderlich ist.

Laut Jochner-Weiß würde die „Lech-Mangfall-Klinik“, die eine Tochter des Bezirks ist, gern umziehen, aber nur nach Weilheim. Es sei nun geplant, die Klinik am Weilheimer Krankenhaus anzusiedeln. Dort, so Jochner-Weiß, wird 2020 der doppelstöckige Interimsbau frei, in den während der Umbauphase 48 Patientenbetten verlagert werden. Wie berichtet, gab der Kreistag kürzlich grünes Licht für den Kauf des 2,5 Millionen Euro teuren Container-Komplexes. „Das wäre genau der Platz, den die „Lech-Mangfall-Klinik braucht. In Weilheim soll aber mehr als eine reine Tagespsychiatrie entstehen. Wie Jochner-Weiß ausführte, soll zusätzlich eine Station mit 15 Betten entstehen. Denn, so die Landrätin: „Der Bedarf wird immer größer“.

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