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Spatenstich für den innerörtlichen Breitbandausbau (v.l.): „Telekom“-Teamleiter Klaus Strauß, Bürgermeisterin Manuela Vanni und der gemeindliche Tiefbau-Chef, Thomas Schamper. 

Telekom baut Netz aus

Peißenberg bekommt noch heuer schnelles Internet

Jetzt geht es ganz schnell mit dem schnellen Internet in Peißenberg. Noch in diesem Jahr sollen die Einwohner der Marktgemeinde mit bis zu 100 MBit/s im Download und mit bis zu 40 MBit/s im Upload surfen können.

Peißenberg –  Denn die „Telekom“ hat nun damit begonnen, das Datennetz auszubauen. Voraussichtlich im Herbst können 6300 Haushalte das schnelle Internet nutzen. „Spätestens jedoch zum Jahresende muss alles funktionieren. Da sind wir vertraglich gegenüber der Bundesnetzagentur dazu verpflichtet. Bis auf die Außengebiete der Gemeinde können dann alle Peißenberger mit mindestens 30 Mbit/s ins Internet“, sagte Klaus-Dieter Strauß von der Telekom, der dort als Baubegleiter tätig ist.

Insgesamt werden für den Netzausbau fast zehn Kilometer Glasfaser verlegt. Ein Kilometer kostet laut Angaben der „Telekom“ im Schnitt rund 70 000 Euro – die Kosten variieren, je nachdem, ob gebaggert werden muss oder nicht. „Wir haben in Peißenberg die glückliche Lage, dass die Marktgemeinde über ein langes Leerrohrnetz verfügt. Deshalb müssen nur 1900 Meter im Tiefbau verlegt werden“, sagte Strauß. Die übrigen 7,9 Kilometer Glasfaser können schlicht in die Rohre geschoben werden. Somit muss in Peißenberg nicht so viel gebaggert werden. „Ich freue mich, dass die Arbeiten in Peißenberg nun starten“, sagte Bürgermeisterin Manuela Vanni.

Neben dem Verlegen neuer Kabel werden auch 22 Verteilerkästen verstreut über das ganze Gemeindegebiet aufgebaut. Sie sind die Schnittstelle zwischen den bestehenden Kupferleitungen und den neuen Glasfaserkabeln. „Für den Kunden ändert sich da noch nichts. Es werden keine neuen Kabel ins Haus gelegt, sondern die bestehende Leitung bis zum Verteilerkasten weiter genutzt“, erklärte Strauß. Je näher das Haus des Internetnutzers an einem dieser Kästen ist, umso schneller ist auch die Geschwindigkeit, mit der er im Internet surfen kann. In der Fachsprache nennt sich diese Technik „VDSL-Vectoring“.

Um das schnelle Internet nutzen zu können, müssen Nutzer ab Herbst – sobald der Ausbau fertiggestellt ist – ihren Tarif umstellen. Das heißt aber nicht, dass der bestehende Anschluss nicht mehr funktioniert. Wer nicht wechseln will, surft weiter wie gewohnt. Übrigens: Auch wenn der Ausbau durch die „Telekom“ auf eigene Kosten erfolgt, so ist das VDSL-Internet auch bei einigen Mitbewerbern verfügbar. Mit einem Wechsel des Tarifs ist es möglich, dass der Router für den Internetzugang getauscht werden muss. „Die meisten Router sollten die neue Technik allerdings bereits unterstützen“, sagte der „Telekom“-Mitarbeiter.

Noch etwas gedulden müssen sich die Bewohner im Außenbereich der Gemeinde. Sie profitieren nicht vom derzeitigen Ausbau. Doch die Ausschreibung für die Erschließung der fünf Außenbereiche in Peißenberg soll noch in diesem Jahr erfolgen, sagte Bürgermeisterin Manuela Vanni. Voraussichtlich 2018 sollen dann zum Beispiel auch der Berghof oder die Berghofsiedlung per Breitband mit dem Internet verbunden werden. Ein Trost für sie: Das Glasfaserkabel soll dort direkt bis ins Haus verlegt werden. Dadurch sollen noch schnellere Datenraten als im Kernort möglich werden. Während für den aktuell gestarteten Ausbau keine Förderungen fließen, kann die Gemeinde für den Ausbau in den Außenbezirken mit Zuschüssen aus einem Förderprogramm des Freistaats rechnen.

Jonas Regauer

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