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So sehen die WC-Räume in der Tiefstollenhalle aus. 

In der Tiefstollenhalle

Toiletten in fragwürdigem Zustand

Peißenberg - Die Toiletten in der Tiefstollenhalle haben ein Problem: Aus den Wänden tritt Salpeter aus. 

Verdreckt, hygienisch fragwürdig und geruchsintensiv: In öffentlichen Gebäuden ein WC aufzusuchen, kostet manchmal ziemlich Überwindung. Auch in der Tiefstollenhalle ist der Gang aufs stille Örtchen offenbar kein Vergnügen. „Der Zustand der Toiletten ist – ich würde mal sagen – schwierig“, drückte es Vize-Bürgermeisterin Sandra Rößle in der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung noch halbwegs diplomatisch, aber mit deutlich hörbarer Betonung aus. Vor allem bei länger dauernden Veranstaltungen komme es nicht selten vor, dass zur Geruchsbelastung weitere Probleme hinzukommen: Das Klopapier geht aus und die Vermüllung nimmt zu. „Das Ambiente in der Tiefstollenhalle lebt auch von einer schönen Toilette“, betonte Rößle, „Wir sollten in diesem Bereich über dauerhafte Verbesserungen nachdenken.“

Die zweite Bürgermeisterin schlug vor, bei größeren Veranstaltungen Toiletten-Personal zu engagieren. Das könnte zwar zu mehr Sauberkeit führen, an der Geruchsbelastung würde sich durch die Klofrauen respektive -männer allerdings nicht viel ändern. Der Gestank ist nämlich weniger in den menschlichen Hinterlassenschaften, sondern in der früheren Nutzung des Gebäudes begründet. Ein Teil des Kellers, also dort wo das WC untergebracht ist, wurde früher als Salzlager verwendet. Das wiederum hatte nachhaltige Folgen für das Mauerwerk. In regelmäßigen Abständen bilden sich an den Wänden Salpeter-Ausblühungen. Das sieht nicht nur optisch wenig ansprechend aus, sondern riecht laut Rathausmitarbeiterin Claudia Gorn, auch ziemlich „modrig“: „Wir lassen das regelmäßig von Fachfirmen ausbessern“, erklärt die Gebäudemanagerin auf Nachfrage der Heimatzeitung, „aber ob man eine dauerhafte Lösung für das Problem findet, ist fraglich.“ Die Ablagerungen kommen nämlich immer wieder durch die Wände und lassen das Mauerwerk aufplatzen: „Es ist aber nicht gesundheitsgefährdend“, versichert Gorn.

Bürgermeisterin Manuela Vanni deutete im Ausschuss die Möglichkeit an, eine Plexiglasabdeckung zu installieren. Doch das müsse alles erst geprüft werden. „Wir werden uns demnächst ja sowieso darüber Gedanken machen müssen, was man in der Tiefstollenhalle alles verbessern kann“, kündigte die Rathauschefin an.

Bernhard Jepsen

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