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Die TSV-Umkleidekabinen sind schon länger ein Thema in Peißenberg

Ärger über Diskussion im Gemeinderat

Umkleidekabinen: TSV Peißenberg verfolgt Wunschplan

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200 000 Euro hat die Marktgemeinde Peißenberg in ihrem laufenden Haushalt als Zuschuss für den Bau von neuen Umkleidekabinen reserviert – zumindest vorbehaltlich. Der TSV Peißenberg als Hallenbetreiber hat aktuell drei Varianten im Fokus – wobei die Containerlösung wohl favorisiert wird.

Peißenberg – In der neuen TSV-Geschäftsstelle im Max-Biller-Haus hängt bereits ein Plan an der Pin-Wand, wie ein Container-Modulbau neben dem Eisstadion auf dem ehemaligen Rollschuhplatz aussehen könnte. Derzeit ist man von Seiten der TSV-Führungsspitze im engen Kontakt mit einer Fachfirma aus Mödling bei Wien. Einen konkreten Kostenvoranschlag gibt es zwar noch nicht, aber laut TSV-Präsident Stefan Rießenberger gibt es „sehr, sehr positive Nachrichten“ aus Österreich.

Der TSV hat sich für den Neubau als Ersatz für den maroden Kabinentrakt im „Rigi-Rutsch’n“-Anbau ein Maximal-Budget von 750 000 Euro gegeben. 200 000 Euro sollen von der Gemeinde fließen, 300 000 erwartet man als Darlehen beziehungsweise als Direktförderung vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) und 350 000 Euro will man selbst finanzieren. Macht unter dem Strich 850 000 Euro.

Lesen Sie auch: 200 000 Euro Zuschuss für Containerlösung in Peißenberg

Die „überschüssigen“ 100 000 Euro, so zumindest ist es Rießenbergers „Wunschplan“, sollen in den Bau eines Kunstrasenplatzes für die Fußballabteilung gesteckt werden. Angedacht ist, auf dem über 40 Jahre alten und sanierungsbedürftigen Hartplatz zwischen Grundschule und Wörther Sportstadion, ein E-Jugend-Spielfeld zu errichten: „Im Trainingsbetrieb könnten das dann auch die älteren Jahrgänge nutzen“, so Rießenberger. Doch zurück zu den Umkleidekabinen am Eisstadion: Es gibt neben der Containerlösung noch zwei weitere Varianten, die der TSV im Fokus hat. Von einer Firma aus Ruhpolding lässt man sich ein Angebot für einen Holzständerbau erstellen. Und demnächst soll es ein Gespräch mit einer „ortsansässigen Firma“ – den Namen will Rießenberger öffentlich nicht nennen – bezüglich der Errichtung eines Massivbaus geben. 

Alle drei Varianten haben eines gemein: Sie sind als Einzellösung und vorwiegend auf die Bedürfnisse des Eisstadionbetriebs ausgerichtet. Rießenberger spricht von einer „kostengünstigen“ und demzufolge auch für die anderen TSV-Sparten „guten Lösung“. Für ein Gesamtkonzept, das die einzelnen Angebote im Wörther Freizeit- und Sportgelände baulich und konzeptionell miteinander vernetzt, plädieren hingegen die Bürgermeisterkandidaten Walter Wurzinger (Freie Wähler) und Robert Halbritter (SPD). Letzterer spricht von einem „Leistungszentrum“ und „Sporthotel“.

„Die Ideen sind vom TSV gestohlen“

Im TSV-Präsidium ist man davon nicht begeistert. „Die Ideen sind vom TSV gestohlen“, erklärt Rießenberger: „Das stinkt mir.“ Aber wenn es die eigenen Ideen sind, warum verfolgt sie der Sportverein dann nicht weiter? Rießenberger verweist auf Gespräche mit zwei Investoren. Der eine hätte 15 Millionen in ein 50-Betten-Hotel investiert, allerdings vom TSV erwartet, dass er selbiges auch füllt – unter anderem mit einem zehnmonatigen Eisbetrieb sowie DEB- und DFB-Stützpunktangeboten. „Es ist schwierig für einen Verein, so etwas zuzusagen“, sagt Rießenberger.

Der andere Investor hätte wiederum eine „Erbpachtlösung“ angestrebt. „Dann wären wir von ihm abhängig geworden und hätten vielleicht das zweite ,Bad Kissingen“, so Rießenberger. Den TSV-Präsidenten ärgert es, dass der „TSV als Dilettantenverein hingestellt wird, der seine Hausaufgaben nicht macht.“ Mit dem BLSV zum Beispiel sei man schon seit langem und intensiv in Kontakt. Es sei unfair, „Begehrlichkeiten zu wecken“, die der Verein nicht umsetzen könne, so Rießenberger.

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