Manuela Vanni zeigte sich reumütig. 

„Falschen Eindruck erweckt“

Vanni entschuldigt sich beim Peißenberger Marktrat

Versöhnliche Töne im Peißenberger Marktrat: Bürgermeisterin Manuela Vanni entschuldigte sich, dass sie bezüglich des Fensteraustauschs am Feuerwehrhaus über das Vorliegen von Handwerkerangeboten einen „falschen Eindruck erweckt habe“.

Peißenberg – Im Juli hatte sich der Marktrat bekanntlich mit einem handfesten Eklat in die Sommerpause verabschiedet – obwohl es eigentlich nur um ein Randthema ging. Bezüglich der ursprünglich bereits beschlossenen, dann aber kurzfristig wieder abgesagten Sanierung der energetisch maroden Fenster am Feuerwehrhaus hatte die Rathauschefin die Gemeinderäte glauben lassen, dass von der Rathausverwaltung drei Angebote eingeholt worden wären. In Wahrheit lag aber nur eine unverbindliche Kostenkalkulation vor.

Das sorgte bei Teilen des Marktrats für großen Unmut. Werner Hoyer (parteilos), der bis vor gut einem Jahr noch Fraktionssprecher der Vanni-nahen „Peißenberger Liste“ war, reichte bei der Regierung von Oberbayern Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Rathauschefin ein. Das Verfahren läuft derzeit noch. Am vergangenen Mittwoch-Abend bei der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause meldete sich Hoyer mit einem eindringlichen Appell an die Bürgermeisterin zu Wort: „Unabhängig von der Dienstaufsichtsbeschwerde bitte ich Sie darum, sich bei den ehrenamtlichen Gemeinderäten zu entschuldigen – damit wir vernünftig weiterarbeiten können.“

Vanni zeigte sich daraufhin reumütig. Sie verlas eine Erklärung, die sie eigentlich für den nichtöffentlichen Teil der Sitzung vorbereitet hatte. Demnach habe sie in punkto „Fensteraustausch“ auf die Frage von Jürgen Forstner (Bürgervereinigung), ob denn wirklich drei Angebote vom kommunalen Gebäudemanagement eingeholt worden wären, sinngemäß geantwortet, „davon gehe ich aus“.

Dass die Unterlagen tatsächlich nicht vorlagen, so Vanni, habe jeder der Presse entnehmen können. „Von daher entschuldige ich mich beim Gemeinderat, dass ich einen falschen Eindruck erweckt habe. Dies ist nicht absichtlich geschehen“, erklärte die Bürgermeisterin – und: „In Zukunft werde ich bei Tagesordnungspunkten, die das Gebäudemanagement und damit das Bauamt betreffen, dafür sorgen, dass die entsprechenden Mitarbeiter in der Sitzung anwesend sind, um derartige Fehlinformationen zu vermeiden.“

Vannis Entschuldigung nahm Hoyer wohlwollend zur Kenntnis: „Ich respektiere das.“

Bernhard Jepsen

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