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Druckfrisch: VHS-Leiterin Mechthild Merz (l.) und Mitarbeiterin Gabi Bögl mit dem neuen Programm. 

VHS Peißenberg: Mehr Kurse als im Vorjahr

Die Peißenberger Volkshochschule (VHS) startet in ihr Herbst- und Wintersemester. Die Programme sind frisch eingetroffen. Fazit: Es gibt mehr Kurse als im Vorjahr. Der Schwerpunkt ist aber geblieben.

Peißenberg– Auf diese Lieferung hat Mechthild Merz sehnsüchtig gewartet. Peißenbergs VHS-Leiterin hält die neuen Programme für das Herbst- und Wintersemester in der Hand. 18 000 Hefte für die Volkshochschule Peißenberg, Weilheim und Penzberg haben das Druckhaus des Zeitungsverlags Oberbayern verlassen, der größte Teil wird an diesem Samstag über die Heimatzeitung verteilt. Rund 2400 Exemplare gingen direkt zur VHS im Rigi-Center. Leiterin Merz und ihr Team stehen in den Startlöchern: Ab 7. Oktober starten die Kurse, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Das Geschäft mit der Bildung läuft. Mit 235 Kursen gibt es heuer mehr Veranstaltungen als im Vorjahreszeitraun, sagt Merz – damals gab es 220 Angebote. Schon zum Frühjahrs-/Sommersemester hatte die VHS mit 245 Kursen und Workshops eine Bestmarke aufgestellt. Allein 70 neue Termine hat die VHS jetzt im Portfolio. Mit der Nachhaltigkeit wurde ein aktuell brennendes Thema auf gegriffen: Von der EVA gibt es einen Vortrag zu „Kunststoffe – Verbrauch, Verwertung, Vermeidung“ und bei „Nachhaltig wohnen und leben“ gibt ein Baubiologe Tipps. Den anhaltenden Gesundheits-Trend tragen neue Veranstaltungen wie zu „Essblockaden überwinden“, Atemübungen und „Intuitives Malen“ Rechnung.

Gesundheit und Ernährung ist erneut der Schwerpunkt. Yoga und Qi Gong laufen immer. Allein 110 Kurse fallen in den Gesundheitsbereich, sagt Merz. „Wir haben eine leicht steigende Tendenz.“ Doch es gibt auch andere Zunahmen: „Gerade in den Deutschkursen haben wir das Angebot ausgeweitet“, freut sich die Leiterin. Wobei es sich nicht um Sprachkurse für Asylbewerber handele. Es sei eine wachsende Nachfrage von Teilnehmern, die im sozialen und industriellen Bereich arbeiten, zu verzeichnen. Überhaupt nehme das Interesse an einer Fremdsprache zu, weiß Merz. „Es wird stark nachgefragt.“ Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch: Die Peißenberger haben deshalb die Klassiker im Angebot.

Selbst bei den einst schwächelnden EDV-Kursen ist der Abwärtstrend gestoppt, wie die Leiterin sagt. Das liegt mit an einer Ausrichtung auf Themen wie „Smartphone-Bedienung“ oder „Computer-Aufbaukurse für Senioren“. Sogar das handwerkliche Gestalten, früher Domäne einer Volkshochschule, „erlebt eine Renaissance“, so Merz. Den Goldschmiede-Crash-Kurs gibt es wieder, ebenso Töpfern, Schneidern sowie Drechseln für Kinder und Erwachsene. Merz hat die Erfahrung gemacht, „dass immer mehr Leute etwas mit den eigenen Händen machen wollen“. Sie vermutet: „Vielleicht ist es eine Gegenbewegung zur digitalen Welt.“

Die Ausweitung des Kursangebots begründet die VHS-Chefin mit zwei erfreulichen Aspekten: Zum einen verfügt die Volkshochschule dank des neuen Kurszentrums im Rigi-Center dort über fünf Räume, zum anderen wurden neue Kursleiter akquiriert. Bis zu 160 Dozenten werden gezählt. Trotz des großzügigen Domizils geht die VHS weiter auf Wanderschaft. In der Marktgemeinde zu Vorträgen in die Bücherei, zum Kochen in die Mittelschule, zum Tanzen in die Realschule und zum Sprachunterricht in die St.-Johann-Schule. Betrieben werden Außenstellen in Hohenpeißenberg (Volksschule und Haus der Vereine) sowie in Oberhausen („Reiki Klangoase“).

Was ebenso bleibt, sind die finanziellen Herausforderungen. „Wir haben einen sehr hohen Kostendruck“, sagt Merz. Der Etat lag 2018 bei rund 290 000 Euro. Mit den Kurseinnahmen (148 000 Euro im Vorjahr) allein schafft es die Peißenberger VHS nicht: Die Marktgemeinde schießt nach Angaben der Leiterin als Pflichtaufgabe über 100 000 Euro dazu. Merz spricht von einer „sehr guten Unterstützung“ durch die Kommune.

Anmeldung

im VHS-Büro (Hauptstraße 116), Tel. 08803/690400, E-Mail vhs@peissenberg.de und auf https://www.vhs.peissenberg.de. Das Programm liegt aus in Banken, im Rigi-Center, in der Bücherei und im Rathaus.

Andreas Baar

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