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Der Apotheker Dr. Wolfgang Kircher informierte die Besucher unter anderem über die Einnahme von Medikamenten.

Versammlung des Seniorenbeirats

Viel Verständnis, ein wenig Enttäuschung

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Peißenberg - Auf den neuesten Stand gebracht wurde der Seniorenbeirat. Unter anderem informierte der Gemeindewerksleiter über die „Rigi-Rutsch’n“.

Jeder Fünfte in Peißenberg ist 66 Jahre und älter – das sind mehr als 2600 Menschen. Und um deren Interessen kümmert sich unter anderem der Seniorenbeirat, der Anfang der Woche zusammenkam. Die Themen waren vielfältig – eines aber stach hervor: Wie ist der Stand bei der „Rigi-Rutsch’n“? Günther Forster, Vorstand des Kommunalunternehmens „Gemeindewerke Peißenberg“, kam vorbei und gab Antwort.

„Wir sind mehr als gut im Zeitplan“, sagte er zum Bau des Dachs. Die Zimmererarbeiten sollen in der kommenden Woche beginnen – die Sauna öffnet derweil weiterhin von 13 bis 22 Uhr. Das Ziel, das Dach bis Ende des Jahres fertig zu haben, scheint greifbar. Zudem erzählte Forster, dass er die bisherigen Unterlagen und die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen externen Bäderexperten vorgelegt habe, die nun die Situation der „Rigi-Rutsch’n“ weiter analysieren und ebenfalls Vorschläge erarbeiten würden. „Ich weiß, es gibt genügend Leute in Peißenberg, denen es zu langsam geht“, aber für ein durchdachtes Konzept brauche es Zeit, sagte Forster, der in den vergangenen Monaten von vielen Seiten Kritik einstecken musste – der Seniorenbeirat nahm seine ausführlichen Erklärungen wohlwollend zur Kenntnis.

Forster hatte auch eine beeindruckende Zahl mitgebracht – denn mittlerweile ist die Bilanz für 2015 fertig. Sie weist ein sattes Defizit von 781 835 Euro auf, das das Bad eingefahren hatte. „Und das, obwohl es ein super Sommer war.“ Laut Forster hätte das Bad spätestens in drei bis fünf Jahren vor dem Aus gestanden, „wenn wir nichts unternommen hätten“. Auf Nachfrage betonte der Gemeindewerksleiter, dass die ausfallende Sommersaison 2016 der 35 Jahre alten Technik im Bad nicht geschadet habe: „Es wird nichts kaputt gehen, was nicht ohnehin in absehbarer Zeit kaputt gegangen wäre.“

Ganz zufrieden stellen konnte Forster den Beirat aber nicht. Einige im Gremium wünschen sich, dass das Innenbecken schnell wieder geöffnet wird. Da darüber aber die Decke entfernt werden musste und Holzbalken zu sehen sind, „hat der Sachverständige das Becken nicht freigegeben“, sagte Forster. „Bedauerlich“, erwiderte Beiratsvorsitzende Edelgard Schmitz, ehe sich Forster aus der Sitzung verabschiedete.

Das Gremium aber hatte noch einige Themen mehr zu besprechen. Unter anderem fragte Schmitz in die Runde, was getan werden kann, damit sich Senioren im Ort ausreichend bewegen. Angeregt wurden öffentliche Sportgeräte – die Idee gab’s vor einigen Jahren schon mal, der Vorschlag wurde aber nie umgesetzt. Nun will der Beirat das Thema wieder aufgreifen. Es bringe aber nicht viel, wenn die Geräte „irgendwo draußen im Wald stehen“, sagte Dietlinde Schweyer. Es solle schließlich nicht nur ein Sport-Parcours, sondern ein Treffpunkt werden. Als geeignet empfand das Gremium zum Beispiel die Wiese neben dem künftigen Jugendzentrum zwischen Schongauer Straße und Bergwerkstraße. Schmitz schlug vor, sich Rat aus Weilheim zu holen, wo ebenfalls Sportmöglichkeiten für Senioren geschaffen werden sollen. „Da können wir fragen: Was ist machbar?“

Ebenfalls abgeklärt werden muss, ob der Seniorenbeirat Geld, das dem Gremium aus dem Haushalt der Gemeinde zur Verfügung steht, spenden kann. Die Mitglieder wollten 500 ihrer 1500 Euro der Tafel zukommen lassen. Allerdings sind die Mittel für politische Arbeit gedacht. Ob es dann rechtlich möglich ist, das Geld zu spenden, konnte Bürgermeisterin Manuela Vanni auf Anhieb nicht sagen.

Bis zur nächsten Sitzung dürfte die Frage geklärt sein: Sie findet am 21. Februar statt.

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