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Bushaltestellen werden modernisiert

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Von: Bernhard Jepsen

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Oben alt, unten neu: Frank Zellner (l.) und Ralf Kreutzer mit der neuen, einheitlichen Beschilderung für die 48 Haltestellen im Gemeindegebiet.
Oben alt, unten neu: Frank Zellner (l.) und Ralf Kreutzer mit der neuen, einheitlichen Beschilderung für die 48 Haltestellen im Gemeindegebiet. © jepsen

Peißenbergs ÖPNV soll gestärkt werden. Dieses Ziel haben sich die Marktgemeinde und der Regionalverkehr Oberbayern (RVO) gemeinsam auf die Fahnen geschrieben. Nach der Einführung des kostenlosen Ortsbustickets wird nun die Infrastruktur an den Haltestellen modernisiert.

Peißenberg – Seit 1. Oktober können Fahrgäste die bestehenden RVO-Linien innerhalb der Gemeindegrenzen ohne Entgelt nutzen (wir berichteten). Die Marktgemeinde subventioniert das bis dahin verbilligte „Peißenberg-Ticket“ nun also komplett. Intention ist es, den Umstieg auf den ÖPNV attraktiver zu machen. Und wie kommt das Angebot bislang an? Offenbar ganz gut. „Wir haben positive Resonanz gerade auch von Eltern, die ihre Kinder so kostenlos mit dem Bus durch den Ort schicken“, berichtet Bürgermeister Frank Zellner.

Auch RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer hat bislang nur positive Rückmeldungen erhalten. Viele seiner Mitarbeiter wohnen in Peißenberg: „In deren Bekanntenkreis wird erzählt, dass es sehr viele Leute gibt, die jetzt mehr Bus fahren.“ Eine erste Auswertung der Fahrgastzahlen werde man im Januar präsentieren können. Allerdings müsse man dann berücksichtigen, dass die Fahrgastzahlen aufgrund der Corona-Pandemie derzeit generell nicht so hoch seien.

Das kostenlose Ortsbusticket ist aber nur ein Baustein in der lokalen ÖPNV-Offensive von Gemeinde und RVO. Ein weiterer ist die infrastrukturelle Aufwertung der Haltestellen. 48 Stationen gibt es in Peißenberg insgesamt. Zumeist stammt die Beschilderung noch aus den 1990er Jahren. Das gibt kein gutes Bild ab. „Haltestellen sind die Visitenkarten des Nahverkehrs und der Gemeinde“, betont Kreutzer. Der Markt und der RVO haben deshalb in einem knapp 6000 Euro teuren Kooperationsprojekt neue Schilder angeschafft.

Als erste Haltestellen wurden respektive werden die beiden Busbuchten an der Station „Rathaus“ umgerüstet. Das Besondere: Die Namen der einzelnen Haltestellen werden auf den Schildern künftig zu lesen sein: „Das ist kein Standard. Das findet man sonst im ganzen Landkreis nicht“, erklärt Kreutzer: „Der Aufdruck der Schilder ist gespritzt. Das ist eine Top-Qualität.“ Auch Frank Zellner ist von der neuen Optik angetan: „Es schaut schön aus, wenn die Schilder ein einheitliches Erscheinungsbild abgeben.“

Neben den Stations- werden sich auch die Fahrplanschilder in neuem Outfit präsentieren. Die Buslinien sind künftig in größerer Schrift aufgelistet und übersichtlicher geordnet. Wochenendtage werden separat aufgeführt. „Das ist eine gute Informationsaufteilung“, so Kreutzer. Rathauschef Zellner hat übrigens schon weitere Modernisierungsschritte im Hinterkopf: „Mein Vorhaben ist es, dass wir auch mit digitalen Instrumenten arbeiten wollen. Über die zeitliche Umsetzung und den Umfang kann ich aber noch nichts sagen.“ Denkbar wäre, dass Fahrgäste per digitaler Anzeige über die Ankunftszeit des Busses informiert werden. Am Unteren Graben in Weilheim gibt es bereits eine solche GPS-basierte Ausstattung. Nach Meinung Zellners könnte ein solches Angebot auch den kostenlosen Ortsbus weiter pushen. Passanten könnten sich dann zum Beispiel spontan für eine Mitfahrt entscheiden, wenn sie lesen würden, dass an der jeweiligen Station gleich der Bus hält.

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