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Blumen gab es für die Absolventen zum Abschied von der Realschule Peißenberg.

Abschlussfeier in der Marktgemeinde

Ein besonderer Jahrgang verlässt die Realschule Peißenberg

In zwei Durchgängen sind die Absolventen der Realschule Peißenberg in der Tiefstollenhalle verabschiedet worden. Schulleiter Armin Thefeld hob in seiner Ansprache die schwierigen Umstände hervor, unter denen die jungen Leute ihre Schule abschlossen.

Peißenberg – Eigentlich hätte man ja gehofft, die Verabschiedung der Zehntklässler in diesem Jahr wieder so wie früher begehen zu können, erklärte Thefeld. Doch noch immer hat uns die Pandemie im Griff und diktiert die Abläufe. So wurden die 79 Absolventen am Donnerstag in zwei Gruppen geteilt, damit sie und ihre Familien die Zeremonie mit ausreichend Platz in der Tiefstollenhalle verfolgen konnten. Auch wenn seit 19 Jahren coronabedingt erstmals kein Chor zur Verfügung stand, wie Musiklehrerin Ammann bedauerte, hatte sich ein kleines Ensemble von sechs Schülerinnen zusammen gefunden und in den letzten Wochen viel Zeit ins Üben investiert, damit die Verabschiedung nicht ohne musikalische Umrahmung bleiben musste.

„Zwei eurer sechs Schuljahre hier wurden von der Pandemie geprägt“, sagte Schulleiter Thefeld. Doch neben allen Widrigkeiten, die das mit sich brachte, sei eines gewiss: „Ihr habt mehr gelernt als die Jahrgänge vor und nach euch. Nämlich Kompetenzen wie Selbstorganisation und Online-Kommunikation, die über das hinausgehen, was im Lehrplan steht.“

Außerdem sei das Privileg, in die Schule gehen zu dürfen und ein sicheres Dach über dem Kopf zu haben, durch die weltweiten Ereignisse der letzten Zeit erst wieder als ein solches bewusst geworden. Mit „geweitetem Blick“ könne man nun aus der Pandemie hervor gehen.

„Was euch die Zukunft bringt, weiß keiner“, fuhr Thefeld fort. „Dass es nicht immer leicht sein wird, ist sicher. Wir wünschen euch viel Glück und Erfolg, dass ihr die Herausforderungen bewältigt und gut meistern werdet.“

Sigrid Haslinger sprach darauf als Vertreterin des Elternbeirates. Eine große Freude und Erleichterung erfülle am heutigen Tag nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern und Lehrer. So gebühre heute auch allen ein großer Dank. Viele der Absolventen befänden sich noch in der Findungsphase: „Jetzt könnt ihr euch von euren Wünschen und Fähigkeiten leiten lassen“, ermutigte Haslinger und mahnte: „Vergleicht euch nicht mit anderen! Erfolg heißt auch, sich durchgebissen zu haben. Erfolg heißt auch, Freundschaften zu schließen und in der Gemeinschaft zu bestehen.“ Der Weg in die Zukunft möge „fröhlich, voller Interesse und Tatendrang“ angegangen werden.

Als Schülersprecherin ergriff Evi Salvamoser das Wort. Sie sprach über die besonderen Herausforderungen, vor die Corona nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer gestellt habe – und wie sie diese schließlich alle gemeinsam bewältigen konnten. „Auch wenn wir froh sind, diese zehn Jahre geschafft zu haben, werden wir die Schule doch auch ein wenig vermissen“, prophezeite sie und schloss: „Ich bin sehr stolz auf euch alle – und wünsche euch eine gute Zukunft.“

Diese wurde eingeläutet durch die Übergabe der Abschlusszeugnisse. Philipp Wittmann als Klassenleiter der 10a eröffnete den Reigen, nachdem er erklärt hatte, sich auf diese Aufgabe so vorbereitet zu haben wie viele seiner Schüler in den Jahren zuvor: „Spät am Abend…“. Seine Rede, die von den unterschätzten Qualitäten einer Banane ausging und ebenso erstaunliche wie erheiternde Parallelen zu den Absolventen zog, endete so: „Nicht zuletzt machen Bananen glücklich. Auch ihr habt die Chance, euch und andere glücklich zu machen. Nutzt sie!“

Darauf wurden alle einzeln verabschiedet, erhielten ihr Zeugnis und eine Rose. Statt des Händedrucks gab es einen Corona-Gruß per Ellenbogen.

Nadine Oettling-Ekinci entließ daraufhin ihre 10d: „Im weiteren Leben entscheiden nicht nur die Noten über euer Glück. Feiert diesen Tag: Ihr habt es geschafft!“ In den beiden Klassen wurde 17-mal ein Notenschnitt mit einer Eins vor dem Komma erzielt; diese Noten wurden bei der Zeugnisübergabe erwähnt. Zudem wurden Schülersprecher, Tutoren, Schulsanitäter und Schülerloten für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet.

Und zum Ausklang spielte draußen die Lehrerband mit einem lässig-entspannten Sound, der Ferienstimmung verhieß.

Sabine Näher

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