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Umzug ohne Stress: Gemeindewerkschefin Ingrid Haberl (vorn mit dem neuen Unternehmenslogo) und Mitarbeiter im neuen Empfangsraum des Kundencenters. Im Hintergrund sind die Räume für Beratungen zu sehen.  

Vom Rathaus ins „Rigi-Center“

Umzug der Gemeindewerke läuft schneller als geplant

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Der Umzug läuft schneller als geplant. Die Peißenberger Gemeindewerke können ihr neues Kundencenter im „Rigi-Center“ bereits am 31. Januar in Betrieb nehmen.

Peißenberg –  Eigentlich hatte das Kommunalunternehmen (KU) als Startschuss den 5. Februar vorgesehen gehabt. Den neuen Termin bestätigte gestern KU-Chefin Ingrid Haberl auf Nachfrage. Seit 15. Januar läuft der Umzug des KU-Verwaltungssitzes vom Rathaus in den 2. Stock des Centers an der Hauptstraße. Wie berichtet, hatten sich Gemeindewerke und Kommune aus Platzgründen für neue Räumlichkeiten entschieden. Das bisherige Domizil im Erdgeschoss des Rathauses „hat auf keinen Fall mehr gereicht“, sagt Vorstand Haberl. Neben Büros und Besprechungsräumen fehlten vor allem im Kundencenter Diskretionszonen für die Kundenbetreuung. Da ändert sich im „Rigi-Center“: Der zur Verfügung stehende Platz verdoppelt sich fast auf nun knapp über 700 Quadratmeter Fläche – inklusive extra Zimmer für Kundengespräche im Eingangsbereich.

Seit einer Woche fahren die Möbelwagen zwischen Rathaus und „Rigi-Center“. Das alte Mobiliar wird weiter genutzt, betont Haberl, ergänzt um Neuanschaffung wie dem Thekenbereich im Kundencenter. Gestern vor Ort: Im „Rigi-Center“ sind Handwerker beschäftigt, KU-Mitarbeiter räumen ein, an den Türen hängen provisorische Schilder, im Rathaus halten die letzten Kollegen die Stellung. Der Umzug gestaltetet sich zu einer logistischen Herausforderung, weil alles im laufenden Betrieb transportiert werden muss. Von den 52 Mitarbeitern wechseln laut Bürgermeisterin Manuela Vanni 25 Kollegen der KU-Verwaltung in die neuen Räume. „Es wird in drei Stufen gemacht“, erklärt Chefin Haberl. Den Anfang machte die Buchhaltung, die seit circa einem Jahr aus Platzgründen in einer gemeindeeigenen Wohnung am Wörther Ammerweg untergebracht war. Dann folgen die Abteilungen aus dem Rathaus wie Dokumentation, Netzabrechnung sowie Geschäftsführung und zuletzt das Kundencenter. Dieses bekommt nicht nur neue Möbel, sondern zudem erweiterte Zeiten verpasst: Künftig ist auch Mittwochnachmittag geöffnet.

Für den Umzug werden Kräfte aus den eigenen Reihen rekrutiert. „Jeder macht Fahrdienst oder hängt Bilder auf“, schmunzelt die KU-Chefin. Der Aufenthalt im „Rigi-Center“ ist auf Dauer angelegt. Laut Haberl läuft der Mietvertrag mit den Besitzern Michaela und Manfred Vollmer über zehn Jahre. Es gibt eine Option auf Verlängerung um zwei mal fünf Jahre, danach ist eine unbefristete Mietverlängerung möglich. Bei den Vermietern ist man zufrieden: „Somit ist nun eine weitere Mieteinheit im Westteil des Centers belegt“, teilen sie auf ihrer Homepage mit – nun starte bald der Umbau der Erdgeschossfläche für den „Feneberg“-Markt.

Bei aller Freude über die größeren Räumlichkeiten des Kommunalunternehmens, war Wehmut beim Start des Auszugs aus dem Rathaus dabei. Dies gibt die Bürgermeisterin, die auch Vorsitzende des KU-Verwaltungsrats ist, zu: „Letzte Woche waren alle schon ein bisschen traurig“, sagt Manuela Vanni. „Die Gemeindewerke waren immer bei uns im Haus gewesen.“

Noch nicht in trockenen Tüchern ist dagegen die Nutzung der alten KU-Räume im Rathaus. Bekanntlich soll die Ökumenische Sozialstation Oberland zum 1. März von ehemaligen Krankenhaus ins Rathaus wechseln. Doch der Vertrag zwischen der Gemeinde und der gemeinnützigen GmbH ist noch nicht unterzeichnet, wie Bürgermeisterin Vanni sagt. Im Dezember stimmte der Marktrat laut Vanni nicht-öffentlich dem Entwurf zu, die Sozialstation brauche noch die Zustimmung der Gesellschafterversammlung. Für Vanni eine „reine Formsache“, weil man inhaltlich bereits alles abgesprochen habe. Der Mietvertrag läuft über zehn Jahre.

Geöffnet

sind die Gemeindewerke ab 31. Januar an der Hauptstraße 116: Montag–Freitag 8–12.30 Uhr sowie Dienstag–Mittwoch auch 14–16 Uhr und Donnerstag auch 14–18 Uhr. Telefon 08803/690-200 oder www.gemeindewerke-peissenberg.de.

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