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2018 war zu warm, zu trocken, zu viel Sonne

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Ein Bild, das es im vergangenen Jahr öfter zu sehen gab, als in anderen Jahren: Die Sonne geht leuchtend unter. © Gronau

Das vergangene Jahr war wieder einmal geprägt von Wetterextremen: Es war zu heiß, die Sonne schien überdurchschnittlich viel und es war vor allem zu trocken.

Hohenpeißenberg – Das Jahr 2018 war mit einer Durchschnittstemperatur von 9,0 Grad Celsius (2,5 Grad zu warm) das mit Abstand wärmste Jahr seit Beginn unserer Wetteraufzeichnungen. Zehn Monate waren zu warm. Auf dem Hohen Peißenberg fielen 1077 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und somit 89 Prozent der langjährig zu erwartenden Menge. 2018 war sonnenscheinreich. Auf dem Berg schien die Sonne 2093 Stunden (115 Prozent des langjährigen Mittels).

Die Monate im einzelnen:

- Januar: sehr mild, am 3. höchste Windspitze des Jahres mit 134 km/h, am 22. 51 cm Schnee (Jahresrekord). 

- Februar: mit -5,1 Grad Celsius um 4 Grad zu kalt, Schneedecke an 26 Tagen. Die Serie der zu trockenen Monate begann und hielt bis November. Nordsibirische Polarluft brachte dem Hohen Peißenberg 21 Eistage, am 28. kälteste Temperatur des Jahres: -17,3 Grad. 

- März: Temperatur normal, zur Monatsmitte nochmals Kälterückfall mit Dauerfrost und 20 cm Schnee, 15 Tage Schneedecke auf dem Hohen Peißenberg, „Märzwinter“ typisch, wenn Februar zu kalt. 

- April: Es begann die Serie der zu trockenen und zudem zu warmen Monaten, die bis November anhielt. Wärmster Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (um 7,1 Grad zu warm). 

- Mai: mit 19 Gewittertagen gewitterreich, lokale Unwetter und Tornados ändern nichts an der Trockenheit, ungewöhnlich warmer Frühling. 

- Juni/Juli/August: meist Hochdruckwetter, alle Sommermonate um 3 bis 4 Grad zu warm und etwa 30 Prozent mehr Sonnenschein, 25 Sommertage auf Hohen Peißenberg, 9. August mit 30,7 Grad wärmster Tag des Jahres, drittwärmster Sommer seit Bestehen der Messreihe, Sommerniederschläge auf Berg immerhin noch 77 % der langjährig zu erwartenden Menge. Deutschlandweit große Dürre mit Ernteausfällen. 

- September: Sommer ging in Verlängerung, Hagelgewitter am 13. mit 42 Litern Niederschlag pro Quadratmeter, fünftsonnenscheinreichster September. 

- Oktober: Rekordzahl an Sommertagen im ganzen Land, auf Berg nochmals 4 Tage mit Maxima über 20 Grad Celsius, kurzer Kaltlufteinbruch am 28. mit erster Schneedecke von 5 cm Höhe. 

- November: wieder sehr mild, am 5. und 6. nochmals und letztmalig Maxima über 2 Grad Celsius, häufig Föhn, erste kurze Winterepisode mit 3 Dauerfrosttagen. 

- Dezember: Westwetterlage, kurze Winterepisode, Ende der deutschlandweiten Dürre.

Siegmar Lorenz, Wetterbeobachter auf dem Hohen Peißenberg

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