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Ein großes Freizeitangebot sehen die Planungen für die Alte Bergehalde in Peißenberg vor. Jetzt wurde mit der Verabschiedung des Bebauungsplanes ein wichtiger Schritt gemacht. 

Wichtiger Schritt in Richtung Freizeitgelände in Peißenberg

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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In den nächsten Jahren soll die Alte Bergehalde bekanntlich zu einem Freizeit- und Erholungsgelände ausgebaut werden. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen dazu sind nun gegeben. So hat der Marktrat in seiner jüngsten Sitzung das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans „Alte Bergehalde“ abgeschlossen.

Peißenberg – Schnell und unkompliziert: So in etwa kann man das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans „Alte Bergehalde“ beschreiben. Erst Anfang Februar hatte der Marktrat das bauleitplanerische Prozedere in Gang gesetzt. Ein knappes halbes Jahr später hat das Gremium nun mit seinem einhellig getroffenen Satzungsbeschluss bereits den Deckel auf das Verfahren gemacht. Der Bebauungsplan sieht eine Reihe von Sport- und Freizeitanlagen auf dem ehemaligen Abraumhügel in Peißenbergs Ortsmitte vor, darunter Boulebahnen, einen Bewegungsparcours für Senioren und einen Pump-Track. Von Seiten der Träger öffentlicher Belange wurden während der Auslegung des Planentwurfs nur geringfügige Bedenken angemeldet. Die Fachabteilung des technischen Umweltschutzes am Landratsamt zum Beispiel verwies in puncto Lärmbelastung darauf, „dass aufgrund der Vorbelastungen durch Einrichtungen im Bereich ,Festplatz/Neue Bergehalde‘ bei gleichzeitiger Nutzung der Anlagen auf der Alten Bergehalde erhöhte Immissionsbelastungen zu erwarten sind“. Vor allem bezüglich des im südlichen Geländeteil geplanten Trial-Übungsparcours würde es sich immissionsschutzrechtlich um eine genehmigungspflichtige Anlage handeln.

Auch die Radonbelastung der aus Tiefengestein bestehenden Alten Bergehalde wird von der Behörde aufgegriffen: Bauliche Anlagen müssten demnach so gestaltet werden, dass der Eintritt von Radongas verhindert werde. Seitens der Verwaltung wurden die Bedenken ausgeräumt: Der Bebauungsplan sei zunächst einmal nur als „Angebotsplanung“ zu verstehen. Erst mit der tatsächlichen Umsetzung von Teilprojekten könnten auch die zu erwartenden Lärmbelastungen konkretisiert und entsprechend berücksichtigt werden. Den Trail-Parcours zum Beispiel wolle der Motorsportclub nach bisherigem Kenntnisstand ausschließlich mit elektrobetriebenen Motorrädern nutzen. Der Satzungsbeschluss im Marktrat war letztlich nur noch eine Formsache. Die Planungsinhalte wurden zwar noch in der alten Wahlperiode festgezurrt, doch auch die neuen Gemeinderäte sind von der Konzeption angetan: „Das ist eine sehr schöne Planung“, fand Grünen-Fraktionssprecher Matthias Bichlmayr in der Ratssitzung lobende Worte: „Das Ganze stärkt die Ortsmitte – und dann macht auch die Brücke über die Schongauer Straße Sinn.“

Bichlmayr wollte allerdings wissen, wie denn der „zeitliche Fahrplan“ für die Umsetzung aussehe. Vor allem bezüglich des Pump-Tracks werde er immer wieder angesprochen. Und Eile sei durchaus geboten. Penzberg wolle eine ähnliche Anlage bauen. Fördermittel aus EU-Töpfen, so die Bedenken Bichlmayrs, würden vermutlich für das gleiche Projekt nicht an zwei Landkreisgemeinden ausgeschüttet werden. Doch Marktkämmerer Michael Liedl gab diesbezüglich Entwarnung. Für den Pump-Track würde man nicht EU-Zuschüsse, sondern Mittel aus der Städtebauförderung im Visier haben: „Da sind die Fördermodalitäten besser“, so der Finanzchef.

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