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Kraft und Technik waren entscheidend: Über 300 Besucher kamen zu den 42. Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln in die Tiefstollenhalle nach Peißenberg. 
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Kraft und Technik waren entscheidend: Über 300 Besucher kamen zu den 42. Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln in die Tiefstollenhalle nach Peißenberg. 
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Kraft und Technik waren entscheidend: Über 300 Besucher kamen zu den 42. Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln in die Tiefstollenhalle nach Peißenberg. 
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Kraft und Technik waren entscheidend: Über 300 Besucher kamen zu den 42. Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln in die Tiefstollenhalle nach Peißenberg. 
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Kraft und Technik waren entscheidend: Über 300 Besucher kamen zu den 42. Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln in die Tiefstollenhalle nach Peißenberg. 
Kraft und Technik waren entscheidend: Über 300 Besucher kamen zu den 42. Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln in die Tiefstollenhalle nach Peißenberg. 
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Kraft und Technik waren entscheidend: Über 300 Besucher kamen zu den 42. Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln in die Tiefstollenhalle nach Peißenberg. 
Kraft und Technik waren entscheidend: Über 300 Besucher kamen zu den 42. Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln in die Tiefstollenhalle nach Peißenberg. 
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Kraft und Technik waren entscheidend: Über 300 Besucher kamen zu den 42. Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln in die Tiefstollenhalle nach Peißenberg. 
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Kraft und Technik waren entscheidend: Über 300 Besucher kamen zu den 42. Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln in die Tiefstollenhalle nach Peißenberg. 

Schülermeisterschaft im Fingerhakeln in Peißenberg

„Wir machen aus Kindern Männer“

Kraft und Technik waren entscheidend: Am Ostermontag sind 120 Buben bei den Schülermeisterschaft im Fingerhakeln in Peißenberg gegeneinander angetreten.

Peißenberg  - Irgendwie  tut es schon beim Hinschauen weh, wenn die Akteure ihren Mittelfinger in den Lederriemen einhaken und auf Zug gehen. Aber das, was sich am Ostermontag bei der 42. Bayerischen Schülermeisterschaft im Fingerhakeln abspielt, ist spannend, spektakulär – und echter Sport. „Mit Wirtshausgaudi hat das nicht mehr viel zu tun“, sagt Wettkampfvorsitzender Hans Lidl: „Untrainiert braucht sich niemand mehr an den Haklertisch zu setzen.“

Wie professionell es mittlerweile beim Fingerhakeln zugeht, zeigt sich bereits vor Beginn der fünf Altersklassenwettkämpfe. Selbst die Kleinsten trimmen ihre Finger mit Expandern und reiben sich die Hände mit Magnesiumpulver ein. Auch für den siebenjährigen Vitus Goth wird es langsam ernst. Er trägt ein grünes T-Shirt mit der Aufschrift „I bin a Fingerhakler vom Ammergau“. Für den jungen Peißenberger ist es der erste Wettkampf – und die Premiere verläuft erfolgreich. Vitus wird auf Anhieb Dritter und scheitert erst nach hartem Kampf an Severin Reßler, dem späteren Sieger.

Ganz ohne Kollateralschaden geht die Hakelei für Goth junior allerdings nicht ab. Der Sanitätsdienst muss ein Pflaster auf den leicht lädierten Finger kleben – und die Mama, die im Publikum mitfiebert, wischt die Tränen von den Wangen. „Das wär´ nix für mich“, sagt Karin Goth schmunzeld, aber doch mit unüberhörbarer Skepsis: „Mir tun alle leid, die das machen.“ Also auch der Sohnemann, wobei: Wenn Tränen beim Haklernachwuchs fließen, dann ist das meistens die Enttäuschung über Niederlagen und weniger der Schmerz. Auch Vitus schaut nach kurzer Zeit schon wieder recht vergnügt. Die Frage, ob es ihm Spaß gemacht hat, beantwortet er mit einem klaren „Ja“ – und der Schmerz ist auszuhalten: „Es tut zwar weh, aber es geht.“ Ob Vitus beim nächsten Mal wieder dabei ist? „Ich weiß es noch nicht, aber wahrscheinlich schon.“

Insgesamt nehmen an der Meisterschaft in der Tiefstollenhalle knapp 120 Kinder und Jugendliche teil. Mit Nachwuchssorgen haben die Fingerhakler nicht zu kämpfen. Das Duell „Mann“ gegen „Mann“ scheint auch die junge Generation zu faszinieren – und Fingerhakeln ist weit mehr als reiner Kraftsport. Severin Reßler zum Beispiel gewinnt die Schülerklasse 1 ohne Niederlage – und das, obwohl er vom Körperbau eher schmächtig wirkt. Der Siebenjährige taucht bei seinen Kämpfen sofort unter der Tischkante ab, die Gegner müssen dann das Körpergewicht mitziehen. „Es braucht viel Technik, Schnelligkeit – und man darf nicht aufgeben“, sagt sein Onkel und Trainer Hans-Jörg Reßler.

Neben Körperbeherrschung und Schmerzresistenz müssen die Nachwuchshakler zudem jede Menge Mut aufbringen. Die Tiefstollenhalle ist mit Betreuern und Eltern proppenvoll. „Das ist nichts Alltägliches. Da muss man sich schon überwinden, wenn bis zu 300 Leute auf einen schauen“, betont Hubert Franz. Irgendwie ist das Hakeln für den Vorsitzenden der veranstaltenden Ammergau-Ortsgruppe „Peißenberg-Forst“ sowieso eine Art Lebensschule: „Wir machen aus Kindern Männer“, sagt Franz mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht.

Weniger erfreut ist der Ortsgruppenchef darüber, dass in der Tiefstollenhalle überwiegend „nur“ Fachpublikum sitzt. „Externe Zuschauer“ anzulocken, gelingt in der Regel fast gar nicht. Die Fingerhakler haben mit Vorurteilen zu kämpfen: „Das ist schade. Dabei läuft das bei uns eben nicht so ab, wie in schlechten bayerischen Heimatfilmen. Beim Fingerhakeln steckt viel dahinter. Jeder, der es einmal gesehen hat, weiß das“, sagt Franz.

Bernhard Jepsen

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