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Da ist es: Christian Koch mit Yoga-Matte und seinem Buch.

Peißenberg

Yoga für Fußballer & Co.

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Der Peißenberger Christian Koch hat ein Yogabuch veröffentlicht. Seine Zielgruppe ist eine ungewöhliche: Der 51-Jährige will damit Fußballer, Läufer, Radler und andere Sportler ansprechen. 

Die Yogasportler sprechen vom „Drachen“, der Fußballer zumeist vom „Ausfallschritt“. Gemeint sind zwei Übungen, die sich enorm ähneln – und das ist keine Ausnahme. Viele Dehnübungen haben ihren Ursprung im Yoga. „Sieben von zehn sind es“, schätzt Christian Koch. Und der Peißenberger wirbt dafür, dass Athleten das Yoga wieder für sich entdecken. Deshalb hat er das Buch „Hatha-Yoga im Sport: Die moderne Sportwissenschaft trifft auf Grundprinzipien der Körperpraxis des Yoga“ herausgebracht. Damit gibt er Sportlern wie Trainern einen Leitfaden an die Hand.

„Mir geht es darum, Yoga zu erklären“, sagt Koch. Viele Leistungssportler würden die Übungen zum Beispiel nach einer harten Trainingseinheit nutzen, um sich zu dehnen und zu regenerieren. Außerdem dienen sie zur Kräftigung. „Ich wollte Yoga auch für andere interessant machen. Das war mein Beweggrund, ein Buch zu schreiben“, sagt der 51-Jährige.

Herausgekommen ist ein 120 Seiten umfassendes Werk, das sportwissenschaftliche und trainingswissenschaftliche Aspekte aufführt. Außerdem hat Koch die „Top five“-Übungen für einzelne Sportarten aufgeführt – und zwar für Laufen, Radfahren, Werfen, Kraftsport, Turnen, Golfen, Gesundheits- und Ballsport. Damit will er den Lesern „etwas Greifbares“ in die Hand geben. Immerhin gebe es mehr als 100 Übungen im Yoga. Und die müsste nicht jeder auf Anhieb hinbekommen. „Die erarbeitet man sich. Yoga ist eine Technik, die man erlernen kann. Wie einen Freistoß beim Fußball.“

Im Vergleich zu den üblichen und bekannten Dehnübungen habe Yoga den Vorteil, dass die Übungen deutlich länger ausgeführt werden. „Da können sich Muskeln, Sehnen und Bänder viel besser entspannen“, sagt er. „Das ist wichtig nach knackigen Trainingseinheiten.“ Dafür eigne sich insbesondere das Hatha-Yoga, bei dem die Elemente „Kraft“ und „Beweglichkeit“ im Vordergrund stehen.

Koch hat Yoga selbst in Kursen, unter anderem an der Volkshochschule, kennengelernt – und sich wissenschaftlich damit auseinandergesetzt. Der studierte Sportwissenschaftler arbeitet zudem seit 2004 als Lehrer am Gymnasium Weilheim. Zudem bildet er Trainer und Sportlehrer in Oberhaching aus und ist Vorstand der Herz-LAG Höhenried.

„Hatha-Yoga im Sport“ ist bereits sein zweites veröffentlichtes Buch. 2015 hatte er bereits „Die große Methodenfundgrube Sport: Das Praxishandbuch für Schule und Verein“ herausgebracht.

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