Grausiger Fund in Tirol: Stark verweste Leiche eines deutschen Wanderers entdeckt

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Fliegen heute nach Afrika: Sarah Krötz (re). und Sarah Tamunjoh (li.) aus Peißenberg. 

Zwei Peißenbergerinnen in Afrika

Statt „Grüß Gott“ heißt es nun „Muraho“

Das Abitur haben sie geschafft, die Koffer sind gepackt und alle Vorbereitungsseminare absolviert. Heute beginnt für Sarah Krötz und Sarah Tamunjoh, beide 18, aus Peißenberg das Abenteuer Ruanda.

Peißenberg – Heute um 10 Uhr in der Früh steigen Sarah Krötz und Sarah Tamunjoh aus Peißenberg in München ins Flugzeug, das sie nach Istanbul bringt. Von dort aus geht die Reise weiter nach Kigali, der Hauptstadt von Ruanda. Das Land, in dem die beiden Freundinnen das nächste Jahr leben und arbeiten werden – als „Missionarinnen auf Zeit“ (wir berichteten).

„Wir kommen mitten in der Nacht an und werden dann von den Schwestern abgeholt, die uns nach Masaka bringen“, sagt Sarah Krötz. Von Kigali aus werden die beiden 18-Jährigen etwa eine Stunde Fahrt haben, bis sie in in dem kleinen Ort Masaka ankommen. Dem Ort, an dem sie das nächste Jahr zuhause sein werden. Dort haben die Pallottinerinnen, die Missionsschwestern sind, eine Station, wo Sarah Krötz und Sarah Tamunjoh sich vor allem um die Bücherei kümmern und in der Grundschule mithelfen werden. Am Ende des Jahres werden die beiden Peißenbergerinnen vielleicht sogar selber unterrichten.

Sarah Krötz und Sarah Tamunjoh freuen sich auf ihre neue Aufgabe und auf die Erlebnisse, die auf sie warten: „Ich freue mich vor allem auf das Land, auf die Kinder, auf die Arbeit und auf den Moment, in dem ich die Schwestern kennenlerne“, sagt Sarah Krötz. „Ich freue mich darauf, eine andere Kultur kennenzulernen und auf das Obst, das es dort gibt“, sagt ihre Freundin Sarah Tamunjoh: „Ich bin schon sehr gespannt auf die Reise und das Land an sich, es soll richtig schön sein.“

Die Verbindung zu ihren Familien und der Heimat werden sie per Mails, Skype und Internet halten und es steht jetzt schon fest, dass es zwischendurch und zum Schluss Besuch aus Peißenberg geben wird. „Wenn alles nach Plan läuft, kommen unsere Mütter uns abholen“, erzählt Sarah Tamunjoh.

Doch im Moment denken die Peißenbergerinnen noch nicht ans Heimkommen. Die Vorfreude ist größer als der Abschiedsschmerz bei den beiden Mädchen. Sie gehen gut vorbereitet nach Afrika. Sie haben mehrere Seminare absolviert, in denen sie sich mit der fremden Kultur, mit den anstehenden Aufgaben und mit dem Programm der „Missionarinnen auf Zeit“ (MaZ) beschäftigt haben.

Das Programm der Pallottinerinnen bietet jungen Frauen und Männern die Möglichkeit, für ein Jahr in einem Land der so genannten Dritten Welt mitzuleben, mitzubeten und mitzuarbeiten. Es ist ein Einsatz, der Bewusstsein für die Strukturen der Ungerechtigkeit schaffen soll.

Im letzten Vorbereitungsseminar haben die Peißenbergerinnen auch ein paar Brocken Kiyarwanda gelernt, die Sprache, die sie von nun an täglich hören werden. „Wir haben vor allem Zahlen gelernt, damit wir auf dem Markt verhandeln können“, sagt Sarah Tamunjoh, aber auch die am häufigsten benutzten Worte seien ihnen beigebracht worden. Sie wissen jetzt, was zur Begrüßung in Ruanda gesagt wird: Statt „Grüß Gott“ heißt es nun „Muraho“.

Kathrin Hauser

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