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Eine „Herzensangelegenheit“ ist die neueröffnete „Marcello Fun Arena“ in Peißenberg für die beiden Betreiber Andreas Pospiech (l.) und Haschmat Moradi (r.).

Zwei Väter starten Indoor-Freizeitpark in Peißenberg

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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„Runter von der Couch, iPad aus, Handy aus und ab in die Fun Arena.“ Unter diesem Motto eröffnete jetzt der „Marcello Fun Park“ in der ehemaligen „Daller Tracht“- Lagerverkaufshalle seine Tore. Fast zwei Jahre dauerten die Umbauarbeiten in einen 2000 Quadratmeter großen Freizeit-Indoorpark.

Peißenberg – Nach dem Einzug der Johanniter-Rettungsstelle und der Eröffnung des im Marktrat nicht ganz unumstrittenen Spielsalons hat in der ehemaligen „Daller-Verkaufshalle“ an der Max-Planck-Straße nun auch das Kernstück der neuen Nutzung seinen Betrieb aufgenommen: die „Marcello Fun Arena“.

Dort, wo früher Trachtenmode verkauft wurde und ganz früher Tennis und Squash gespielt wurde („Ammertalhalle“), können sich die Besucher nun in einem Freizeit-Indoorpark austoben. 14 Rutschen, eine große Trampolin-Hüpfburg, eine Sitzgruppe für Kindergeburtstage, eine E-Kartbahn, eine Gladiatorenarena mit Schaumstoffgrube, einen Spiderman-Turm und mehrere Kletterareas bieten nicht nur für Kinder und Jugendliche ein breites Betätigungsfeld.

Das Betriebskonzept will auch Erwachsene zum Mitmachen animieren – zum Beispiel im „Ninja-Käfig“ für besonders Sportliche. Action, Spiel und Spaß sind in der aufwendig umgebauten Halle garantiert. „Ich bin glücklich und froh, dass wir jetzt endlich loslegen können“, freute sich Haschmat Moradi, einer der beiden Geschäftsführer, beim „Soft-Opening“. Statt der zugelassenen 190 dürfen derzeit aufgrund der Corona-Beschränkungen maximal nur 70 Besucher gleichzeitig in den Indoorpark rein.

Die Eröffnung hatte sich immer wieder verschoben. „Die Bauarbeiten haben lange gedauert“, räumt Moradi ein. Für den Einbau der Spielgeräte mussten Fachfirmen beauftragt werden. Auch die TÜV-Sachverständigen mussten erst ihr Okay geben.

Für Moradi sowie seinen Geschäftspartner und Freund, Andreas Pospiech, ist der „Marcello Fun Park“ nach eigenem Bekunden eine „Herzensangelegenheit“: „Wir sind keine großen Investoren, sondern ein Familienbetrieb von zwei Vätern, die ihr Herzblut in das Projekt stecken“, betont Moradi. Der Name des Indoorparks ist übrigens von Pospiechs Sohn Marcel abgeleitet. Die „Marcello Fun Arena“ ist also nicht etwa ein Franchise-, sondern ein Einzelprojekt.

Und warum wurde die Marktgemeinde als Standort auserkoren? „Peißenberg ist ein Begriff. Man kennt den Ort“, erklärt Moradi. Auf seinen Motorradausflügen auf den Hohen Peißenberg ist der Münchener mit afghanischen Wurzeln des Öfteren in der Gegend unterwegs gewesen. Und weil er bei „Lodenfrey“ seine Berufsausbildung gemacht hat, war ihm natürlich auch der Firmenname „Daller“ bekannt.

Als die ehemalige Lagerhalle zum Verkauf stand, griffen Moradi und Pospiech zu. Aufgrund seiner guten Verkehrsanbindung, so Moradi, sei der Standort ideal. Der Indoorpark soll Besucher im Radius von rund 50 Kilometer anlocken.

„Die Fun Arena ist nicht nur für Peißenberg eine Bereicherung“, sagt Moradi, der bei der Eröffnung großes Lob für die Genehmigungsbehörde am Landratsamt und für die Peißenberger Rathausverwaltung parat hatte: „Das Projekt wurde von Anfang an unterstützt. Speziell die Gemeinde war sehr kooperativ. Das steigert die Motivation und gibt einem Kraft.“

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