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Da geht’s lang: Während der Vollsperrung weisen Schilder in Peißenberg auf die Umleitung hin. 

Zwischen Peißenberg und Paterzell

Sanierung der WM 29 sorgt für Unmut

Die Erneuerung  der Kreisstraße WM 29 zwischen Peißenberg und Paterzell war dringend nötig. Doch jetzt gibt es Kritik: Sie sei zu teuer, zu schlecht beschildert und zu aufwändig.

Peißenberg /Paterzell Seit Mitte Oktober laufen nun die Bauarbeiten für die Sanierung der maroden Straße WM 29 zwischen Paterzell und Peißenberg. Begonnen wurde in einem ersten Bauabschnitt mit der Erneuerung des Fahrbahnbelages, der sich südlich von Paterzell im Bereich des Segelflugplatzes bis zur Gemeindegrenze nördlich von Fendt erstreckt. Dafür muss die Straße voll gesperrt werden.

Eigentlich müssten die Paterzeller froh sein, dass die kaputte Straße Richtung Peißenberg endlich saniert wird. Doch bei der jüngsten Wessobrunner Gemeinderatssitzung gab es viele kritische Worte über die Art, wie diese Maßnahme ausgeführt wird.

„Wir sind zutiefst erschüttert darüber, was da gebaut wird“, sagte Bürgermeister Helmut Dinter gegenüber dieser Zeitung: „Was da veranstaltet wird, ist vollkommen überflüssig.“ Es sei lediglich die Deckschicht kaputt gewesen, dennoch sei der ganze Unterbau entfernt worden. In seiner Gemeinde heiße es, dass „das Geld mit Schubkarren rausgekarrt“ werde, so der Bürgermeister. „Für unser Dafürhalten wird viel zu kostenaufwändig saniert.“

Dass unnötig Geld verschwendet wurde, sieht Andreas Lenker, der am Staatlichen Bauamt für die Sanierung der Straße zwischen Peißenberg und Paterzell zuständig ist, nicht so: „Eine neue Asphaltschicht ist nur kurzfristige Kosmetik.“ Nach einem Winter sehe die Straße dann wieder so aus wie zuvor. „Unsere Technik ist, so etwas gescheit zu machen, wenn es gemacht wird“, sagt Lenker. Dann halte die Straße wahrscheinlich auch die nächsten rund 15 Jahre. Zu allem Ärger über die Kosten herrscht laut Dinter in seiner Gemeinde Unverständnis darüber, dass nun der Abschnitt zuerst saniert wird, der noch der beste der Straße gewesen sei.

Es sei auch schwierig gewesen, bei Problemen auf der Baustelle den richtigen Ansprechpartner zu finden, da das Bauamt wegen Personalengpässen das Projekt in die Hände eines externen Bauplaners übertragen habe. Es sind zahlreiche Beschwerden bei der Gemeinde Wessobrunn eingegangen, weil der Paterzeller Flugplatz und der Waldkindergarten bei Blaik nicht mehr erreichbar waren. „Die Beschilderung war schlecht“, sagte Dinter.

Zumindest der Ärger über die Beschilderung dürfte bald ein Ende haben: Laut Ankündigung soll die Vollsperrung spätestens Anfang Dezember aufgehoben, die abschließende Deckschicht aber erst Anfang nächsten Jahres aufgetragen werden. Dass sich die Arbeiten an der Straße länger hinziehen als geplant, liegt laut Lenker daran, dass in Paterzell dieselbe Firma tätig ist, die auch die Hohenpeißenberger Umfahrung baut. Mit Hochdruck sei daran gearbeitet worden, diese noch heuer fertigzustellen.

Roland Halmel und Kathrin Hauser

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