Noch Stunden nachdem das Feuer in der "Rigi-Rutsch'n" ausgebrochen war, waren die Einsatzkräfte mit Löscharbeiten beschäftigt.

Gaststätte in Bäderpark in Flammen

Brand in Peißenberger "Rigi-Rutsch'n"

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  • Thomas Dorsch
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Peißenberg -  Ein Großbrand in der Rigi-Rutsch’n in Peißenberg hielt gestern Einsatzkräfte aus der gesamten Region in Atem. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. 

Die dichten Rauchwolken waren selbst von der Peißenberger Umgehung aus zu sehen. Im Obergeschoss des Freizeit- und Bäderparks Rigi-Rutsch’n, dort, wo das Restaurant Cari-Bar untergebracht ist, war gegen 14 Uhr ein Feuer ausgebrochen.

Insgesamt 175 Feuerwehrkräfte aus den Landkreisen Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen rückten an, um den Groß- brand zu bekämpfen. Als das Feuer ausbrach, herrschte bereits Badebetrieb. Schwimmmeister Johannes Meyer und Eismeister Christian Gerold hatten das Feuer als Erste bemerkt. „Ich habe es über mir laut krachen hö- ren. Ich bin hochgerannt und habe den Rauch gesehen. Dann hab ich die Feuerwehr gerufen“, berichtet Meyer, der zu dem Zeitpunkt an der Kasse war. Gleich darauf sorgte er dafür, dass die Badegäste das Gebäude schnellstmöglich verlassen konnten. Die Evakuierten, die zum Teil nur Badekleidung trugen, wurden von Einsatzkräften des Bayerischen Roten Kreuzes versorgt. 

Die Flammen fraßen sich regelrecht durch den Gaststättenbereich und loderten nach draußen. Das Feuer in den Räumen des Obergeschosses hatten die Feuerwehrleute recht schnell unter Kontrolle. Als großes Problem erwiesen sich Brandherde im mit Eternitplatten gedeckten Dach, das aus mehreren Schichten besteht. Immer wieder züngelten Flammen auf dem Dach, stiegen schmutzig-graue Rauchwolken in die Luft. Die Menschen in den umliegenden Häusern wurden mit Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen gebeten, Fenster und Türen wegen des Qualms geschlossen zu halten. 

Bilder: Großbrand in der "Rigi-Rutsch'n" in Peißenberg

Mit Atemmasken und Wasserschläuchen ausgestattet, hatten sich die Feuerwehrleute um das Gebäude positioniert. Wasser zum Löschen wurde teilweise aus den Au- ßenbecken des Schwimmbades gepumpt. Doch den Glutnestern im Dach war nicht beizukommen, um 19 Uhr waren immer wieder neue Flammen zu sehen. Am Abend kam ein Spezialkran, der das Dach auseinandernehmen sollte. Die Brandursache war gestern Abend allerdings noch unklar. Vom Hubschrauber aus aufgenommene Luftbilder sollen der Kripo in Weilheim bei ihren Ermittlungen helfen. 

Wir haben ein Video bekommen, das die Löscharbeiten in Peißenberg zeigt.

Posted by Weilheimer Tagblatt on Donnerstag, 11. Februar 2016

Zur Schadenshöhe konnten bisher nur vage Angaben gemacht werden: „Er dürfte sehr hoch ausfallen, vielleicht bei einer Millionen Euro oder sogar mehr liegen“, sagte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Günther Forster, der Leiter der Gemeindewerke, die für die Rigi-Rutsch’n zuständig sind, war bedient: „Ich bin fertig für heute.“

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