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Erfinderisch: Jakob Hänel hat eine Ballwurfmaschine für das Torwart-Training zum Elf-Meter-Schießen gebaut. 

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Torwart-Trainer selbst gemacht

Peißenberg - Ihre Abschlussarbeiten stellten Montessorischüler vor. Darunter waren recht pfiffige Gerätschaften.

Gemäß dem Leitspruch der Pädagogin Maria Montessori „Hilf mir, es selbst zu tun“ haben es heuer wieder 26 Schüler der Montessori-Schule Peißenberg selbst getan: Die Achtklässler haben ein Werkstück gefertigt und am Freitag vorgestellt. Die Schüler, von einen Mentor unterstützt, haben ihrer Phantasie freien Lauf gelassen. Entstanden sind unter anderem ein Wikinger-Schach, ein aus 26 Krawatten genähtes Kleid, ein Dirndl, ein Musikvideo und ein handgeschnitzter Bogen. Viel Zeit hat Simon Hummig in seine Arbeit gesteckt. Seit drei Jahren optimiert der Jugendliche aus Peißenberg sein Kettcar. Herausgekommen ist ein K.I.T.T. - kurz für: Kettcar mit Intelligenter Tret-Technik. Das 200 Kilogramm schwere Gefährt ist ein Tretauto, das von einem Elektromotor unterstützt wird - ähnlich wie ein Elektro-Fahrrad. Fahrzeugentwickler will Hummig nicht werden: „Ich arbeite lieber in der Werkstatt“, sagt er.

Dank seiner Ballwurfmaschine kann Jakob Hänel nun sein Torwart-Training auch mit jemand machen, der nicht viel von Fußball versteht. Die Maschine, die den Ball zwischen zwei gegenläufigen Rädern beschleunigt, kann jeder bedienen. Sie simuliert das Elf-Meter-Schießen, wenn er im Tor steht. Durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Räder kann die Flugrichtung des Balls geändert werden. „Gut einen Monat“ hat Hänel für den Bau gebraucht. Weil sie schon als Kind voltigierte, hat Jana Wildmoser ein Voltigier-Pferd aus Holz gebaut. Eine Woche hat sie es aus Kanthölzern, Platten und Dachlatten geschreinert. Sogar eine Mähne aus Hanfseil hat es.

Die Abschlussarbeit besteht immer aus drei Teilen: ein Werkstück und eine Beschreibung anfertigen und ein Vortrag vor Publikum. Sie ist Teil des Montessori-Abschlusses, den die 283 Schüler der Peißenberger Schule neben anderen Abschlüssen machen können.

Alfred Schubert

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