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Erste Schritte auf dem Eis: In der „Eislaufschule“ im Peißenberger Stadion lernen Mädchen und Buben zunächst, mit Hilfen wie Stühlen auf Kufen übers Eis zu gleiten. Die Leitung hat Alexander Muschiol (im Bild) inne.

Peißenberger „Eislaufschule“ 

Ein Unterricht, den Kinder mögen

Peißenberg - In der „Eislaufschule“ wagen sich regelmäßig Dutzende Mädchen und Buben aufs Eis. Bis zu hundert Kinder kurven im Eisstadion herum.

Das Aushängeschild der Peißenberger Eishockey-Sparte ist ganz klar die erste Mannschaft, die in der Bayernliga spielt. Heuer scheint es, als sollte das Team ein gewichtiges Wörtchen um den Titel mitreden können. Die Verantwortlichen in der Abteilung haben aber auch und gerade die Jüngsten im Blick. Seit Jahren bietet die Abteilung eine „Eislaufschule“ an – und die hat ordentlich Zulauf.

Bis zu hundert Kinder kurven regelmäßig auf dem Eis herum, wenn die „Eislaufschule“ für zwei Stunden geöffnet hat. Seit Oktober vergangenen Jahres hatten junge Schlittschuhfans alle 14 Tage die Möglichkeit, sich von Alexander Muschiol und seinem Team anlernen zu lassen. Der Spaß neigt sich nun allerdings allmählich dem Ende zu, denn nur noch zwei Termine stehen auf dem Programm. Der Abschluss am Samstag, 5. März, wartet dafür mit einem besonderen Highlight auf: Die Spieler der ersten Mannschaft schauen bei den Youngstern vorbei, die sich von ihren Vorbildern auch Autogramme geben lassen können.

Auch wenn es während einer Übungseinheit auf der Eisfläche von Kindern und Betreuern wimmelt, so hat das ganze doch System. Damit es kein Chaos gibt, ist die Fläche in drei Bereiche eingeteilt, erklärt Muschiol. Ein Abschnitt ist für die Anfänger unter den Schlittschuhläufern, einer für Fortgeschrittene und ein dritter für die, die schon Parcours fahren können.

Zwischen drei und zehn Jahre alt sind die jungen Schlittschuhläufer. Sie kommen zum großen Teil aus Peißenberg, aber auch aus Schongau, Huglfing und sogar Bad Tölz. Damit die Mädchen und Buben sich auf dem Eis sicher fühlen, kümmern sich bis zu zwölf ehrenamtliche Trainer und freiwillige Helfer um sie. Im Anfängerbereich stehen die meisten von ihnen bereit, sie helfen den Kleinen bei ihren ersten Schritten auf den schmalen Kufen. Zur Unterstützung gibt es Stühle und Stützen in Form eines Pinguins, an denen sich die Anfänger festhalten können. Jene Kinder, denen es schon leichter fällt, über das Eis zu laufen, üben etwas kniffligere Bewegungen wie Rückwärtsfahren. Auch das Springen über Hindernisse steht auf dem Programm.

Und was machen die Eltern? „Wie in der richtigen Schule, dürfen sie auch in der ,Eislaufschule‘ nicht mit aufs Eis. Dafür können sie von der Tribüne aus zusehen“, sagt Muschiol. Auch einige Großeltern kämen, um ihren Enkeln zuzusehen. Seit zwei Jahren leitet Muschiol die „Eislaufschule“. Er ist froh, dass sie immer mehr an Form und Qualität zulegt, „früher lief es noch etwas unkoordinierter ab“. Mittlerweile haben sich die Abläufe eingespielt. Dafür haben die regelmäßigen Termine und auch die Aufteilung der Eisfläche gesorgt. Damit alles reibungslos läuft, sei jedoch immer einiges an Engagement seitens der Helfer gefragt. Das Team besteht unter anderem aus Spielern der Alten Herren (AH) des TSV Peißenberg und Akteuren des SC Forst.

Dass sich die Arbeit mit dem Nachwuchs lohnt, stellt Michael Welsch, Jugendleiter beim TSV Peißenberg, fest: „Es läuft, wie wir es uns vorgestellt haben. Durch die ,Eislaufschule‘ haben wir viel Nachwuchs bei den Eishacklern.“ Das Angebot der „Eislaufschule“ ist kostenlos, es sind aber Spenden erbeten. Und die Spendenbereitschaft bei den Eltern sei hoch, sagt Welsch. „Das freut uns, denn daran merken wir, wie sehr die Eislaufschule von den Eltern geschätzt wird.“

Info

Die letzten Termine der „Eislaufschule“ im Peißenberger Eisstadion sind an den Samstagen 20. Februar und 5. März. Jeweils von 9.30 bis 10.30 Uhr sind die Kinder und Betreuer in Aktion. Im Anschluss daran sind immer auch Spiele der verschiedenen TSV-Nachwuchsmannschaften angesetzt.

Luca von Prittwitz

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