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Bis zum Sommer dauert es noch, dann soll die Ammerbrücke zwischen Peißenberg und Böbing saniert werden. 

Ammerbrücke zwischen Peissenberg und Böbing

In den Sommerferien wird saniert

Peißenberg - Die Ammerbrücke kommt gewissermaßen in einen besonderen Genuss: Ihre Sanierung ist die einzige größere Baumaßnahme 2016.

 Die Arbeiten sind für die Sommerferien geplant, wie Sven Maertz vom Staatlichen Bauamt Weilheim jetzt mitteilte. Drei Wochen lang soll die Brücke, die eine lichte Weite von 42 Metern hat, voll gesperrt werden, weitere zwei Wochen halbseitig. Während der Vollsperrung wird der Verkehr zwischen Peißenberg und Böbing über die B 472 und die B 23, also über Hohenpeißenberg, die Anschlussstelle Peiting-Süd und Rottenbuch, umgeleitet. Die beidseitige Zufahrt bis zur Brücke und zu den Betriebswegen entlang der Ammer sowie der Straße „Ammerhöfe“ und der unbefestigte „Parkplatz“ am Südufer bleiben während der gesamten Bauzeit für den Verkehr offen. Auch der Wanderweg am nördlichen Ufer der Ammer, der Prälatenweg, bleibt für die Dauer der Bauzeit nutzbar, so die Mitteilung.

Die veranschlagten Kosten für die Arbeiten liegen laut Bauamt zwischen 80 000 und 100 000 Euro. Es sind im Durchschnitt etwa 2800 Fahrzeuge, die laut einer Verkehrszählung von 2010 täglich über die Ammerbrücke rollen.

Dass die Sanierung der 1953 errichteten Brücke heuer Priorität genießt, liegt am schlechten Zustand des Bauwerks. Mit einer Note von 3,5 ist dieses der schlechtesten von sechs Beurteilungskategorien zugeordnet worden (wir berichteten). Die Brücke gehört damit zu jenen, die sich laut bayerischem Verkehrsministerium in einem „ungenügenden Zustand“ befinden und deren Stand- und/oder Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigt oder nicht mehr gegeben ist.

Bei routinemäßigen Kontrollen wurden laut Staatlichem Bauamt Abplatzungen an den Stahlbetonteilen und Korrosionsschäden an Stahlteilen festgestellt. Ursache der Schäden seien Undichtigkeiten im Bereich des Scheitelgelenks, das am höchsten Punkt des Brückenbogens liegt und das die Brückenkonstruktion mittig in zwei Hälften teilt. Wasser und Tausalz könnten direkt auf Betonoberflächen und Stahlteile einwirken.

Auf der Unterseite weist die Ammerbrücke einen großflächigen Schaden auf. Dort soll Spritzbeton zum Einsatz kommen. Darüber hinaus werden laut Bauamt der Fahrbahnbelag und die darunterliegende Abdichtung erneuert.

„Da der Spritzbeton beim Einbau stark erschütterungsempfindlich ist, muss die Brücke für die Dauer der Spritzbetonarbeiten für den Verkehr gesperrt werden“, erklärt Maertz. Die Sanierungsarbeiten an der Staatsstraßen-Brücke seien mit Rücksicht auf die Verkehrsteilnehmer auf verkehrsschwächere Zeiten gelegt worden.

Stephanie Uehlein

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