Weihnachtsgrüße aus Indien: Theresa Sendl (rechts) und Johanna Schumacher.
+
Weihnachtsgrüße aus Indien: Theresa Sendl (rechts) und Johanna Schumacher.

Brief aus Indien (4)

Fröhliches und witziges Weihnachtsfest

Peißenberg - Johanna Schuhmacher und Theresa Sendl aus Peißenberg hat es im Rahmen des Förderprogramms „weltwärts“ nach Indien verschlagen. Seit September berichten sie für uns. Diesmal über das Weihnachtsfest.

Das war es also, das Weihnachten dieses Jahr. Es war zwar anders als bei uns, aber trotzdem sehr schön. Hier wird an Weihnachten nicht mit ruhiger und andächtiger Stimmung gefeiert, sondern auf Spaß, Glitzer und Farben gesetzt. Am 18. Dezember stand die Weihnachtsfeier in der Schule an – unsere erste indische Weihnachtsfeier. Wir wussten nicht so genau, was wir erwarten sollten, haben uns aber eher auf eine Standardfeier mit Krippenspiel und ein paar Singeinlagen gefasst gemacht. Aber es kam doch etwas anders. Zwar gab es die Gesänge auf der Bühne und ein Krippenspiel und auch ein paar Reden, jedoch war das sehr lebendig und lustig gestaltet. Maria und Joseph wurden nämlich von einem richtig toll gespielten Esel begleitet, und die drei Könige hatten wunderbare Kamele dabei. Außerdem hat es nicht nur auf der Bühne gespielt sondern einmal um das gesamte Publikum. Aber das Beste an der ganzen Feier war Santa Claus! Wer glaubt, Santa kommt in Indien einfach so auf die Bühne gelaufen, der hat sich getäuscht. Zuerst kamen aus allen Ecken die Helfer von Santa angerannt – natürlich in passenden Kostümen und mit viel Musik und Luftballons. Nach einem tollen Tanz kam dann auch Santa Claus (gespielt von einem Schüler) von oben auf die Bühne. Dann wurden „funny gifts“ an die Lehrer verteilt. Das sind kleine Gegenstände, die eine Macke oder ein bestimmtes Verhalten des Lehrers zeigen soll. Natürlich haben sich die Schüler den Spaß nicht nehmen lassen, uns auch ein „Funny Gift“ zu überreichen. So machten wir uns auf den Weg zur Bühne und haben einen Telefonhörer und einen Schläger gegen die Moskitos bekommen. Wir haben die Weihnachtsfeier wirklich sehr genossen und waren positiv überrascht, wie witzig Weihnachten sein kann. Auch die Feier im Boarding wurde ähnlich gestaltet. Diese fanden wir auch toll, nicht nur wegen unserem „Christmassong“ und einem kurzem Drama, in dem wir versucht haben, die Jungen nachzustellen. Auch die Dekoration in der Kirche und in der Studyhall erinnert mehr an Fasching als an Weihnachten, aber so ist das halt mal! Jede Kultur ist anders und feiert anders! Am eigentlichen 24. Dezember sind wir zu den andern Voluntären gefahren und haben dort die Feiertage verbracht. Wir haben Weihnachten zwar wirklich anders verbracht, aber wir fanden es sehr schön – und vor allem haben wir viel gelacht! Weihnachstimmung kam zwar nicht wirklich in uns auf, aber das macht nichts. Im Januar stehen für uns zwei große Reisen an. Über Neujahr sind wir nach Goa gefahren, um dort Silvester am Strand zu verbringen. Mitte Januar geht es in den Nordosten Indiens, wo wir ein Treffen mit allen deutschen Voluntären Don Boscos haben. Anschließend schauen wir uns die Gegend an. In diesem Sinne: ein frohes Neues Jahr!

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

73-Jährige von Lastwagen überfahren
73-Jährige von Lastwagen überfahren
Kleine Änderungen nach Anwohner-Protest
Kleine Änderungen nach Anwohner-Protest
Grüner Wasserstoff „Made in Peißenberg“
Grüner Wasserstoff „Made in Peißenberg“
Einzelunterricht an Mittelschule für Schüler mit Masken-Attest
Einzelunterricht an Mittelschule für Schüler mit Masken-Attest

Kommentare