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Rot umrandet ist das Areal an der Nonnenwaldstraße markiert, auf dem die Stadt das geplante Kinderhaus errichten möchte. 

Langwierige Standortsuche

Nach langem Hin und Her: Kinderhaus soll an Nonnenwaldstraße in Penzberg gebaut werden

Das geplante Kinderhaus in Penzberg soll an der Nonnenwaldstraße gebaut werden. Dafür stellte der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag entscheidende Weichen. Eine langwierige Suche mit viel Streit scheint damit endlich zu Ende zu gehen.

Penzberg– Die Suche nach geeigneten Flächen zum Bau des neuen Kinderhauses gestaltete sich in der Vergangenheit äußerst schwierig. Noch im Dezember war die Idee diskutiert worden, das neue Kinderhaus auf dem Gelände des „Chillout“-Jugendtreffs neben der Familienbad-Baustelle zu errichten. Zuvor war ein Grundstück nördlich der Wölflstraße ebenso im Gespräch wie die ehemalige Wäscherei in der Karlstraße oder eine Fläche gegenüber des REWE-Supermarktes.

Proteste begleiteten dann die im Frühling 2019 aufkommende Idee, das Kinderhaus in den Pausenhof der Grundschule an der Birkenstraße zu bauen (wir haben berichtet). Und nun also der Standort an der Nonnenwaldstraße.

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Wie Stadtbaumeister Justus Klement in der Stadtratssitzung erläutert, liegt das betreffende Grundstück parallel zum Sportstadion Müllerholz und befindet sich im Eigentum der „Bayerischen Staatsforsten“. Inklusive des bestehenden Parkplatzes sei es rund 12.000 Quadratmeter groß. Mittlerweile sei der Eigentümer auch bereit, das Grundstück als Gemeinbedarfsfläche für eine Kindertagesstätte zur Verfügung zu stellen. Das Grundstück bietet laut Klement grundsätzlich gute Entwicklungsmöglichkeiten nicht nur eine Einrichtung, sondern sukzessive mehrere Kindertagesstätten – je nach Bedarf – mittel- bis langfristig anzusiedeln.

Neues Kinderhaus in Penzberg soll im September 2022 eröffnet werden

Doch um diesen Plan vorwärts zu treiben bedurfte es in der Sitzung zunächst einer Änderung des hier geltenden Bebauungsplans „Sportstätte Müllerholz“. Denn dieser sieht für den Bereich östlich der Sportanlagen derzeit eine Wald- sowie eine Parkplatzfläche vor. Den Beschluss zur Aufstellung der Änderung des Bebauungsplans fassten die Räte einstimmig.

Auf Anregung von Maria Probst (CSU) wurde außerdem beschlossen, dass damit die im Vorfeld diskutierten Standorte am „Chillout“ sowie im Pausenhof der Grundschule an der Birkenstraße hinfällig sind. Auch dieser Beschluss fiel einstimmig. Kerstin Engel regte an, bei der Bebauung des Areals auf eine Grünvernetzung und einen Biotopverbund zu achten.

Da die Änderung des Bebauungsplans der Innenentwicklung diene, sei ein beschleunigtes Bebauungsplanverfahren möglich, so Klement. „Zieltermin“ für die Eröffnung des neuen Kinderhauses sei September 2022, so Klement auf Nachfrage. Als Bauzeit seien 18 Monate veranschlagt. Damit soll dann die Container-Krippe an der Birkenstraße der Vergangenheit angehören.

Franziska Seliger

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