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Der Wohnbau Weilheim gehört das Haus an der Karlstraße in Penzberg.

Sozialwohnungen in Penzberg: Nächstes Wohnbau-Projekt im Blick

  • VonWolfgang Schörner
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Die „Wohnbau Weilheim“ baut derzeit an der Gustavstraße in Penzberg neue Sozialwohnungen. Das nächste Projekt hat die Gesellschaft schon im Blick: entweder eine Sanierung oder einen Neubau an der Karlstraße 32. Momentan gehören ihr 374 Mietwohnungen in Penzberg.

Penzberg – Bis zum zweiten Obergeschoss stehen die Mauern beim Neubau an der Gustavstraße. Im kommenden Herbst, so das Ziel, soll das Haus bezugsfertig sein. Die „Wohnbau Weilheim“ schafft dort 23 geförderte Mietwohnungen, darunter eine rollstuhlgerechte Wohnung. Nach aktuellem Stand belaufen sich die Baukosten auf 6,6 Millionen Euro, so Markus Kleinen, der seit über einem Jahr Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft ist. Ursprünglich waren die Kosten auf 5,4 Millionen Euro berechnet worden.

Eigentlich hätte die „Wohnbau Weilheim“ früher fertig werden wollen. Der Baugrund habe aber „massive Probleme“ bereitet. Neben dem erwarteten Lehm wurden laut Kleinen weicher und harter Fels sowie Kohleflöze gefunden. Das habe es verzögert und erschwert, die 120 Bohrpfähle, auf denen das Haus ruhen wird, in die Tiefe zu treiben. Ebenso habe es Abstimmungsprobleme zwischen Erdbau- und Spezialtiefbaufirma gegeben. Zirka elf Wochen geriet der Bau dadurch in Verzug.

Wohnbau Weilheim: Karlstraße im Blick

Während an der Gustavstraße noch gebaut wird, rückt bereits ein anderes Projekt in das Blickfeld. Laut Kleinen überlegt die „Wohnbau Weilheim“, ihr Gebäude an der Karlstraße 32 in Penzberg, das sich zwischen Schulzentrum und Einmündung zur Philippstraße befindet, entweder zu sanieren oder durch einen Neubau zu ersetzen. Das Haus, Baujahr 1970, sei in sehr schlechtem Zustand, so der Geschäftsführer. Außerdem habe man keine eigenen Stellplätze, dazu befänden sich die Balkone direkt am Gehsteig. „Die Fußgänger sehen ins Wohnzimmer“, sagt Kleinen.

Ihm zufolge will die „Wohnbau Weilheim“ beim Stadtbauamt klären, welche Möglichkeiten bestehen. Im Jahr 2020 wolle man in die Planung eintreten. Derzeit gibt es laut Kleinen 16 Mietwohnungen in dem Gebäude. Ihnen werde wie üblich, das Angebot gemacht, in eine andere Wohnung der „Wohnbau Weilheim“ in Penzberg umzuziehen. Die Mieter würden auch eine Unterstützung beim Umzug erhalten.

Die „Wohnbau Weilheim“ baut laut Kleinen ausschließlich sozial geförderte Wohnungen, großteils mit einem Zimmer, aber auch mit zwei oder drei Zimmern. Mieter bräuchten Wohnberechtigungsscheine. Die Vergabe, erklärt er, laufe allein über die Kommunen. In den sieben Kommunen, die Gesellschafter der „Wohnbau Weilheim“ sind, gebe es Wartelisten für 900 Wohnungen, in Penzberg allein für 300 Wohnungen, so Kleinen.

Wohnbau Weilheim: Stadt Penzberg ist einer der Gesellschafter

Die Stadt Penzberg ist einer der acht Gesellschafter der „Wohnbau Weilheim“. Dazu gehören auch der Landkreis und die Stadt Weilheim, in der die Gesellschaft 664 Wohnungen besitzt. Insgesamt hat sie 1644 Wohnungen, von denen über ein Drittel sozial gebunden sind. In Penzberg besitzt sie laut Kleinen 374 Wohnungen, von denen 150 sozial gebunden sind. Fallen die Wohnungen aus der Sozialbindung, erhöhten sich zwar die Mieten, sie lägen „aber noch weit unter dem Marktpreis“. Ihm zufolge beträgt die Durchschnittsmiete 5,24 Euro je Quadratmeter, bei Neubauten liegt sie bei acht bis zehn Euro.

Kleinen, der die „Wohnbau Weilheim“ vor kurzem im Penzberger Stadtrat vorstellte und selbst SPD-Stadtratsmitglied ist, erklärte zu künftigen Projekten, man habe viel Potenzial im Bestand, müsse also keine neuen Grundstücke akquirieren. Derzeit seien es 107 Liegenschaften im Einzugsbereich zwischen Wielenbach und Murnau, Penzberg und Peißenberg. „Wir sind auf 20 mögliche Projekte gekommen mit einem Potenzial von 370 bis 400 zusätzlichen Wohnungen.“ Dieses Potenzial diene als Leitfaden für die nächsten Jahre. Eines der ersten Projekte in der Prioritätenliste ist ihm zufolge die Karlstraße 32 in Penzberg.

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120 Pfähle für 23 Wohnungen: Vor einem Jahr begann der Bau an der Gustavstraße.

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