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Türöffnen ohne Kontakt zwischen Hand und Klinke: Das Hilfsmittel „cleanky PRO“ macht es möglich.

Die Herstellung soll ausschließlich in Deutschland erfolgen

Firma aus Penzberg: Neue Produkte sollen Ansteckungsrisiko reduzieren

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Eigentlich bietet die Firma „MoveMent Consulting“ Dienstleistungen in den Bereichen CAD und 3D-Druck an. Angesichts der Corona-Pandemie ist das Penzberger Unternehmen nun aber dabei, Produkte zu entwickeln, die das Ansteckungsrisiko reduzieren sollen.

Penzberg – Türklinken gelten von jeher als Herd von Keimen aller Art. Wer seine Hand auf eine Türklinke legt, muss damit rechnen, sich mit lnfluenza- oder Noroviren und Co. zu infizieren. Die Angst, sich über Griffe und Tasten auch mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken, ist bei vielen Menschen groß. Das kleine Penzberger Unternehmen „MoveMent Consulting“ mit seinen fünf Mitarbeitern ist gerade dabei, Produkte zu entwickeln, die den direkten Kontakt mit Klinke und Co. überflüssig machen.

„Als Corona sich zu einer ernsthaften Bedrohung entwickelte, haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir mit unserem Wissen sinnvoll zum Schutz vor Keimen beitragen können“, erzählt Silvia Ratschiller, eine der Firmengründerinnen. Beim Radlfahren sei ihrem Kollegen Christian Kubitsch schließlich die ldee gekommen, kleine Hilfsmittel zu entwickeln, die es den Menschen ermöglichen, in öffentlichen Gebäuden Türen ohne unmittelbaren Kontakt zwischen Hand und Klinke zu öffnen.

Die Patente für ihre neuen Produkte hat die Firma aus Penzberg bereits angemeldet

ln den vergangenen Wochen habe ihr Team dann Prototypen entwickelt und diese intensiv getestet, um Produktionsreife zu erlangen. Das Ergebnis sind drei Hilfen für den Alltag: Zum einen „cleanky’’ und „,cleankyPRO“ – ein Wortspiel aus dem englischen Wort „clean“ für „sauber“ und dem deutschen Wort „Klinke“. Beide sind laut Ratschiller als kleine, praktische Begleiter gedacht, die jeder am Schlüsselbund oder in der Hosentasche bei sich tragen kann. Beide sollen nicht nur Türen öffnen, sondern auch Aufzugknöpfe oder Tasten im Bus drücken können.

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Als drittes Produkt entwickelte die Penzberger Firma „,doopy“ – den „door opener“/Türöffner. Wie Ratschiller erläutert, handelt es sich dabei um einen Unterarm-Türöffner zur festen Montage an der Türklinke. „Wir würden uns wünschen, ,doopy’ wäre überall dort, wo Publikumsverkehr herrscht, im Einsatz, um Menschen vor gefährlichen Keimen zu schützen“, so Ratschiller, die übrigens als Kreative im Team die ldee zu den drei Produktnamen hatte.

Die Penzbergerin ist überzeugt: „Mit unseren Produktentwicklungen schützt man die eigene Gesundheit, da man mit den Händen keine Keime von Klinken oder anderen Oberflächen aufnimmt.“ Zum anderen schütze man seine Mitmenschen, da man vorhandene eigene Keime nicht übertrage.

Patente für ihre Produkte, die aus hochfestem Kunststoff und ohne Zusatz schädlicher Weichmacher gefertigt seien, habe ihre Firma schon angemeldet. Die Produktion von „cleanky“, dem kleinsten der drei Produkte, sei schon angelaufen. Die anderen beiden sollen „so schnell wie möglich“ folgen.

Produziert werde ausschließlich in Deutschland, denn: „Uns liegt es sehr am Herzen, dass die gesamte Wertschöpfungskette unserer Produkte vollständig in Deutschland bleibt.“ Der Verkauf über Online-Shopping-Portale sei der nächste Schritt. Ein eigener Online-Shop sei geplant.

Wer sich für die Produkte interessiert, findet lnformationen auf der Homepage unter www.cleanky-doopy.de. Über servus@cleanky-doopy.de kann man mit der Firma in Kontakt treten.

Die genauen Preise für die Produkte stehen zwar noch nicht fest. Laut Ratschiller soll „cleanky“ unter 10 Euro kosten, „,cleanky PRO“ unter 15 Euro und „doopy“ unter 30 Euro.

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