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16 Mal das Steigerlied in Gedenken an die Penzberger Mordnacht

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Von: Wolfgang Schörner

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16 Musiker an 16 verschiedenen Orten in Penzberg, die das Steigerlied spielten, Glockenläuten, ein Gebet, Kränze am Friedhof und am Mahnmal: So wurde am Dienstagabend der 16 Opfer der Penzberger Mordnacht vor 75 Jahren gedacht.

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1 / 2Vor der Stadthalle: Franziska Ruhdorfer von der Stadt- und Bergknappenkapelle.
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2 / 2Auf dem Dach der Aussegnungshalle des Friedhofs: Trompeter Manfred Kreuzer und Trommler Bastian Deltombe von der Stadt- und Bergknappenkapelle.

Penzberg Wegen der Corona-Krise waren alle anderen Gedenkveranstaltungen zum 28. April 1945 abgesagt worden. Dem Aufruf, als Symbol weiße Tücher aus den Fenstern zu hängen, folgen nur wenige Penzberger. Am Stadtplatz fanden sich aber ein paar Menschen ein, um zu Bernhard Schreyer hinaufzublicken. Der Trompeter der Stadt- und Bergknappenkapelle stand 30 Meter über ihnen, mit einem Kameramann, im Korb der Feuerwehr-Drehleiter, um das Steigerlied zu spielen. 

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Er habe schon Lampenfieber gehabt, erzählte er nachher. „Aber das braucht man, um konzentriert zu sein.“ Geprobt hatte er den Drehleiter-Auftritt nicht. Nur anfangs sei es ein wenig wackelig gewesen. Und der Ausblick? „Phänomenal.“ Das Steigerlied hatten 16 Musiker der Stadt- und Bergknappenkapelle sowie der Musikschule gespielt.

Bei mitunter kräftigem Regen hatten sich etwa Trompeter Manfred Kreuzer und Trommler Bastian Deltombe von der Stadt- und Bergknappenkapelle am Friedhof auf das Dach der Aussegnungshalle gestellt. Rund 200 Meter entfernt legten Vertreter der Stadt, der Kirchen, politischer Gruppen und Parteien sowie anderer Organisationen wie der Bund der Antifaschisten und der DGB Kränze an den Gräbern nieder. Es war ein kurzes und stilles Gedenken an die Ermordeten, ohne Ansprachen. So war es auch am Mahnmal für die Opfer des 28. April 1945, wo Stadt und SPD einen Kranz niederlegten.  fn/wos

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