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19-Meter-Christbaum stürzt plötzlich um: „Es war ein Riesenschock“

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Von: Wolfgang Schörner

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Der Stamm brach knapp über der Halterung.
Der Stamm brach knapp über der Halterung. © privat

Penzberg – Es hätte alles mögliche passieren können. Am Sonntagvormittag brach der Stamm des 19 Meter hohen Christbaums in der Penzberger Innenstadt. Die etwas über drei Tonnen schwere Fichte stürzte auf den Gehweg der Bahnhofstraße.

Penzberg - Personen kamen jedoch nicht zu Schaden, als der Christbaum in der Penzberger Innenstadt am Sonntagvormittag umstürzte. Auch Sachschaden gab es nicht, wie die Polizei am Dienstag auf Nachfrage bestätigte. Selbst ein Leuchtpoller überstand die Sache unbeschadet..

Bauhofleiter nennt Sturmböe als Grund - „Wir lernen daraus“

Bauhofleiter Christian Eberl war am Sonntag gegen 8.15 Uhr alarmiert worden. „Es war ein Riesenschock“, erzählt er. Gott sei Dank seien keine Personen zu schaden gekommen. „Wir hatten Riesenglück.“ Als Grund dafür, dass der große und sehr dichte Baum umstürzte, nennt er eine „extreme Sturmböe“. Schon in der Woche davor habe es mehrere Stürme gegeben, die die Fichte aber ohne Probleme überstanden habe. Es habe auch keine Nachricht gegeben, dass sie sich gebogen hätte. Am Sonntag hielt sie aber nicht mehr stand und brach knapp über der Halterung. „Wir lernen daraus“, sagt Eberl. „Wir werden keine Bäume mehr mit so einer Dimension aufstellen.“ Nicht zutreffend ist ihm zufolge die Ansicht eines Passanten, der das Aufstellen des Christbaums im November beobachtet hatte. Dieser mutmaßte, dass der Stamm zu dünn geschnitten und die verwendeten Keile zu dick waren. Dies sei nicht der Fall, so Eberl. Der Stamm werde von Leuten, die eine Ausbildung haben, immer auf 55 bis 56 Zentimeter Durchmesser für die Bodenhülse mit 60 Zentimetern Durchmesser zurückgeschnitten, sagt er.

Acht Bauhofmitarbeiter zerkleinerten am Sonntag den umgestürzten Baum. Um 11 Uhr sei alles aufgeräumt und zusammengekehrt gewesen, so Eberl. Die Reste kommen in eine Hackschnitzelanlage. Unbeschadet überstanden hat den Sturz auch die Lichterkette, bis auf zehn bis 15 Meter, die ausgetauscht werden müssen. Übrigens: Regulär sollte der Christbaum am Tag darauf, am Montag, umgelegt werden.

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