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Nicht sicher ist, ob die Pläne für zwei Kreisverkehre realisiert werden.

A95-Ausfahrt: Kreisverkehr-Pläne wackeln

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Eigentlich sollten an der Staatsstraße Penzberg-Iffeldorf auf beiden Seiten der Autobahn-Brücke je ein Kreisverkehr entstehen sollen. Doch das ist mittlerweile nicht mehr sicher.

Penzberg - Seit einiger Zeit laufen Planungen für zwei Kreisverkehre, die an der Staatsstraße Penzberg-Iffeldorf auf beiden Seiten der Autobahn-Brücke entstehen sollen. Doch mittlerweile ist es nicht mehr sicher, ob sie tatsächlich gebaut werden. Möglich ist, dass es zu einer „kleinen Lösung“ kommt, sprich Ampel oder Bypass, um die Gefahr von Unfällen zu verringern und den Verkehrsfluss zu verbessern. Das teilte das Staatliche Bauamt Weilheim auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Eigentlich sei die Planung für die Kreisverkehre soweit abgeschlossen, erklärte Andreas Lenker, der beim Staatlichen Bauamt für den Straßenbau im Landkreis Weilheim-Schongau zuständig ist. Zwei Dinge bereiten aber noch Kopfzerbrechen. Zum einen hat das Wasserwirtschaftsamt den Planern eine zusätzliche Aufgabe gestellt: Wenn sie an der Stelle etwas ändern wollen, müssen sie Rückhaltebecken schaffen, die das Regenwasser von der Autobahn auffangen. Zum anderen wird das Staatliche Bauamt laut Lenker in einem Verkehrsgutachten noch prüfen lassen, ob die Pläne negative Folgen für den innerstädtischen Kreisverkehr an der Seeshaupter Straße auf Höhe der „MöbelCentrale“ haben. Dort kommt es im Berufsverkehr zu langen Staus. Es wäre der „Super-Gau“, so Andreas Lenker, wenn für viel Geld ein Kreisverkehr an der Autobahn-Ausfahrt gebaut wird und dieser dann das Problem verschärft.

Deshalb ist sich der Mann vom Staatlichen Bauamt nicht sicher, ob die Kreisverkehr-Pläne tatsächlich realisiert werden. Zugleich betont er aber, dass man definitiv etwas an der Situation bei der Autobahn-Ausfahrt ändern werde. Das Problem dort ist ihm zufolge nicht nur, dass Autofahrer es schwer haben, von der A95-Abfahrt auf die Staatsstraße abzubiegen, weswegen sich der Verkehr bisweilen auf die Autobahn zurückstaut. Auch die Situation für die Radfahrer, die eine lange Asphaltwüste queren müssen, ist alles andere als optimal.

„Außer Turbokreisverkehr oder normalen Kreisverkehr gibt es ja noch andere Möglichkeiten“, so Lenker. Dies könnten ihm zufolge eine Ampellösung oder Bypässe sein. Vor diesem Hintergrund ist es laut Lenker auch sehr schwierig, einen Zeitraum für eine Realisierung zu nennen. Komme es zu einer „großen Lösung“, sprich Kreisverkehre, werde es definitiv nicht im kommenden Jahr geschehen. Die Kreisverkehre würden ihm zufolge wohl über mehrere Bauphasen entstehen. Zumal eine solche Baumaßnahme im laufenden Verkehr eine logistische Herausforderung ist. Kleinere Möglichkeiten wie Bypass oder Ampel könne man dagegen „relativ schnell umsetzen“. Eine Ampel könnte zum Beispiel zunächst auch provisorisch installiert werden. Aber auch diese Variante ist laut Lenker „nicht ohne“. Es müssten womöglich Zufahrten geändert, vielleicht eine zusätzliche Spur hinzugefügt und Verkehrsinseln gebaut werden, damit Radfahrer queren können.

Die Pläne für zwei Kreisel hatte das Staatliche Bauamt erstmals im Jahr 2014 auf Anfrage der Heimatzeitung bestätigt – auf der Iffeldorfer Seite war demnach ein „Standardkreisverkehr“ mit 40 bis 45 Metern Durchmesser, auf der Penzberger Seite ein großer Kreisel mit 60 Metern Durchmesser vorgesehen.

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