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Die vier Besten der 10 c: (v.l.) Carolin Scharrer, Franziska Stockinger, Eva Lengauer und Marco Endres.

Abschluss an Penzberger Realschule

„Endlich geschafft!“

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Der Abschlussball musste wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr zwar ausfallen. Die Freude über ihren Schulabschluss ließen sich die 88 Schüler der Heinrich-Campendonk-Realschule in Penzberg aber nicht nehmen. Im Rahmen von vier Klassenfeiern nahmen sie am Freitag ihre Abschluss-Zeugnisse entgegen. 15 von ihnen haben eine Eins vor dem Komma stehen.

Penzberg – Alles war anders in diesem so ganz anderen Schuljahr, dessen zweite Hälfte von der Corona-Pandemie geprägt war. Eine große Abschlussfeier für alle Abschluss-Schüler samt ihren Familien war heuer nicht möglich. Also entschied sich die Schulleitung der Heinrich-Campendonk-Realschule in Penzberg dazu, die Zeugnisse im Rahmen einzelner kleiner Feierstunden an die vier zehnten Klassen zu überreichen. „Und wir freuen uns, dass das überhaupt geht“, sagte Schulleiter Severin Hammel bei einer dieser vier Abschlussfeiern in der neuen Aula.

Tischeweise, um den geforderten Sicherheitsabstand einzuhalten, hatten sich hier die Schüler mit ihren Angehörigen platziert – voll freudiger Erwartung, aber auch voller Wehmut und ganz sicher auch ein bisschen erleichtert. „Mehr als in den Vorjahren denken wir uns heuer: ,endlich geschafft‘“, sagte Hammel bei der Feierstunde der Klasse 10b. Damit spielte der Schulleiter auf die anstrengenden letzten Wochen an, in denen der Unterricht nur eingeschränkt stattfinden konnte, und die Prüfungen unter Corona-Auflagen geschrieben werden mussten. Dabei war Hammel wichtig zu betonen: „Man hat euch die Abschluss-Prüfungen nicht geschenkt.“ Trotz Corona seien die Prüfungen „ganz normal“ ohne jegliche Erleichterungen gewesen. Dass sie ihren Realschul-Abschluss unter diesen Umständen erworben haben, „darauf könnt ihr stolz sein“.

„Ein wilder Ritt“, so Hammel, seien die letzten Schulwochen für alle gewesen. Sein persönliches Minimalziel dabei: „Diesen Abschluss-Jahrgang irgendwie durchbringen.“ Das ist ihm und seinem Lehrerkollegium geglückt, denn keiner der 88 Abschluss-Schüler der vier zehnten Klassen ist laut Gabriele Schweiger von der Schulverwaltung durchgefallen. 15 Schüler haben in ihrem Abschlusszeugnis sogar eine Eins vor dem Komma stehen.

Zur Zeugnis-Verleihung wurden die Schüler einzeln – mit Mundschutz und zu den Klängen ihres jeweiligen Lieblingslieds sowie geleitet vom Applaus der Mitschüler und Gäste – auf die Bühne gebeten. Hier bekamen sie von Schulleiter Hammel das Abschluss-Zeugnis ausgehändigt. Die Klassenlehrer überreichten ihnen außerdem eine einzelne langstielige Rose.

Die letzten Worte gebührten den Klassenlehrern. So etwa Eric Niederstraßer, der die Klasse 10 b unterrichtet hatte. „Tolle Leistungen“ seien bei den Abschlussprüfungen herausgekommen, lobte er seine Schützlinge. Diese seien eine „tolle Mischung“ gewesen: aus Lebensrettern und Veganern. Aus Clowns, Immer-Zu-Spät-Kommern und Entertainern. „Aber ihr wart immer freundlich und gut gelaunt“, lobte Niederstraßer, dem der bevorstehende Abschied von seiner Klasse sichtlich nahe ging.

Zum Abschied gab Niederstraßer den Jugendlichen einen Rat mit auf den Weg, für den sich seine Schüler mit stehenden Ovationen bedankten: „Lasst die Saat eurer Erziehung aufgehen und werdet die, die ihr seid – tschakka!“

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