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Tamara Wirth und Adrian Auer sind das neue Wirte-Paar der Penzberger Stadthallen-Gaststätte.

Adrian Auer und Tamara Wirth: Ein junges Wirte-Paar für die Stadthallen-Gaststätte

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Adrian Auer (26) und Tamara Wirth (25) sind das neue Wirte-Paar der Stadthallen-Gaststätte in Penzberg. Die beiden jungen Penzberger wurden am Donnerstag als die neuen Pächter vorgestellt. Offiziell starten sie am 1. Februar. Auch mit einem neuen Namen: „Wirtshaus zur Koinschaufe“.

Penzberg – Im Dezember hatte der Stadtrat hinter verschlossenen Türen entschieden, die Stadthallen-Gaststätte an Adrian Auer und Tamara Wirth zu verpachten. Damit wandert die Stadthalle nun quasi zurück in Penzberger Hände. Die beiden jungen Leute, die am Donnerstag als neue Pächter vorgestellt wurden, sind in Penzberg geboren, in Penzberg aufgewachsen und wohnen in Penzberg. Die Stadthalle kennen sie natürlich gut. Beide hatten dort schon ihre Abschlussbälle nach der Realschule gefeiert. „Wir gehen mit großem Elan und großer Freude an diese neue Aufgabe“, sagte Adrian Auer gestern. Früher sei die Stadthalle das Herz Penzbergs gewesen, das solle sie wieder werden. „Bei uns sind Jung und Alt willkommen, vom Banker bis zum Handwerker sollen alle einen Platz bei uns finden.“

Adrian Auer ist gelernter Hotelkaufmann. Schon sein Urgroßvater hatte eine Poststation, eine Wirtschaft, im Allgäu gehabt. Auer selbst arbeitete erst in Hotels. Vor einem Jahr pachteten er und seine Lebensgefährtin Tamara Wirth die Wirtschaft „Kärntner-Alm“ in Mittenwald, die sie nun – für die Stadthalle – wieder aufgaben. Bekannt ist Adrian Auer auch als Ringer. Er war bayerischer und oberbayerischer Meister. Tamara Wirth ist gelernte Einzelhandelskauffrau. Als solche arbeitete sie schon im „Trendwerk“ in Penzberg. Daneben sei sie aber immer in der Gastronomie, zum Beispiel im „Hopala“, tätig gewesen. Sie wird für Buchhaltung, Büro, Planung eigener Veranstaltungen und Service zuständig sein. Die beiden werden neun Mitarbeiter haben, alle aus Penzberg, wie Adrian Auer sagt. Als Küchenchef haben sie Günther Goschala engagiert, der einst die Glück-Auf-Gaststätte in Penzberg führte.

Noch ist nicht alles fertig. An der Einrichtung wird sich zwar nichts bedeutend ändern. Tamara Wirth will die Gaststätte aber „heller, freundlicher und gemütlicher“ haben. Draußen hängt auch noch das alte Schild „Der Penzberger“. Es wird verschwinden. Die Stadthallen-Gäste soll künftig „Wirtshaus zur Koinschaufe“ heißen. „Bayerisch, herzlich, anders“, so beschreibt Adrian Auer das Konzept. Die Stadthalle habe eine gewisse Historie, aber mit modernen Zügen, sagt er. Die Küche soll entsprechend „bodenständig bayerisch mit modernen Akzenten“ sein. Das Bier kommt von Augustiner und von Erdinger Weißbräu. Es dürfe auch wieder Schafkopfrunden und Stammtisch geben, so der neue Wirt.

Der erste Öffnungstag soll am Freitag, 1. Februar, sein. Eine große Eröffnungsfeier für alle plant das Wirte-Paar für Samstag, 15. Februar, ab 18 Uhr. Starten werde man mit einer kleinen Karte, die in den nächsten Wochen erweitert werde, so Adrian Auer. Auch ein vergünstigter Mittagstisch soll hinzukommen. 50 bis 60 Plätze hat die Wirtschaft, dazu oben die „Grubenstube“ mit 50 Plätzen für geschlossene Gesellschaften, die Terrasse und den kleinen Saal. Für Vereine habe man ein offenes Ohr“, sagt Adrian Auer. Wer zum Beispiel den kleinen Saal haben will, bei dem reiche ein Mindestumsatz von 170 Euro.

Der große Saal und der dortige Vereinsraum werden für Veranstaltungen weiter unter Leitung der Stadt vermietet. Das Wirte-Paar bewirtet ihn aber exklusiv und kann ihn ebenfalls für Veranstaltungen mieten. So veranstalten sie bereits am 8. Februar mit den Ringern des AC Penzberg einen Sportlerball im großen Saal.

Dem neuen Wirte-Paar wünschte Bürgermeisterin Elke Zehetner am Donnerstag „viel Erfolg“. Sie brächten „jede Menge Profession, Elan und Fleiß mit“, nachdem die Stadthalle, wie Zehetner anmerkte, schon „den einen oder anderen Glücksritter“ gesehen hat. Wie berichtet, hatte die Stadt nach der Renovierung der Stadthalle kein glückliches Händchen gehabt, was in einer monatelangen Wirte-Posse gipfelte und erst im vergangenen Juni endete.

Kontakt zur Stadthallen-Gaststätte unter Telefon 08856/903450 oder per E-Mail an „servus@koinschaufe.de“.

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