Leere Flaschen, Pappbecher und eine verschmierte, kaputte Sitzbank, entdeckt auf dem Waldweg in der Verlängerung der Südstraße in Richtung Edenhof.
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Leere Flaschen, Pappbecher und eine verschmierte, kaputte Sitzbank, entdeckt auf dem Waldweg in der Verlängerung der Südstraße in Richtung Edenhof.

Flaschen, Plastik und Pappbecher

Ärger wegen Müll in der Landschaft - Stadt appelliert: „Ab in die Tonne“

  • vonWolfgang Schörner
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„Müll gehört in die Tonne, nicht in die Landschaft“ - so lautet ein Appell der Stadt Penzberg. Der Aufruf hat seine Berechtigung.

Penzberg – Eigentlich ist es ein schöner, etwas verwunschener Spazierweg. Er schlängelt sich in Verlängerung der Südstraße in Penzberg durch den Wald nahe der Bahntrasse, über einen entwurzelten Baum und einen Bach in Richtung Edenhof. Bis der Spaziergänger plötzlich vor einer kaputten, beschmierten Sitzbank steht, neben der leere Flaschen, Pappbecher, Plastik und Papier liegen. Ein Anblick, über den sich vor kurzem eine Penzbergerin in einem Anruf bei unserer Zeitung beschwerte. Es sei kein Einzelfall, erzählte sie.

Dazu passt ein Appell der Stadt Penzberg. „Müll gehört in die Tonne, nicht in die Landschaft“, so Carl-Christian Zimmermann von der Umwelt- und Klimaschutzabteilung des Rathauses. Mit den ersten warmen Tagen gehe in Penzberg ein wiederkehrendes Problem einher, bestätigt er. Nach sonnigen Wochenenden finde man im gesamten Stadtgebiet achtlos weggeworfenen Müll. Ob Taschentücher, Pappbecher, Essensboxen oder Pfanddosen – dies alles finde man in städtischen Grünanlagen oder auf öffentlichen Plätzen, erklärt er. Ihm zufolge birgt der Müll in der Landschaft auch Gefahren, an die man nicht sofort denkt. Es sei in den vergangenen Jahren vermehrt zu beobachten, „dass immer mehr Brutvögel für ihren Nestbau herumliegenden Plastikmüll“ nutzen. Bei Regen könne sich dadurch das Wasser in den Nestern anstauen. Dies könne dazu führen, dass die Jungvögel erfrieren oder ertrinken. Auch kleine Säugetiere wie zum Beispiel Igel würden sich in Plastikbechern oder Getränkedosen verfangen.

Normalerweise sorgt jedes Jahr im Frühling das von der Stadt Penzberg organisierte große „Ramadama“ für Ordnung. 2020 musste es wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Ob es heuer stattfinden kann, ist laut Zimmermann noch offen. Das hänge von den Infektionszahlen ab. Vielleicht aber gebe es auch eine Möglichkeit im Spätsommer.

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