Blaulichter gegen Blutkrebs: Christian Schweiger (l.) von der Penzberger Polizei war selbst schon einmal Stammzellen-Spender. Benedikt Greisinger (r.) organisiert die Gemeinschaftsaktion auf Feuerwehrseite.

„Ärmel hoch“ in Penzberg: Aktion gegen Blutkrebs 

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Die Penzberger können Leben retten– indem sie sich am Freitag, 31. März, in Penzberg Blut abzapfen und sich in einer Spenderdatei für Stammzellen registrieren lassen.

Penzberg - Die Penzberger Polizei und die Penzberger Feuerwehr organisieren für Freitag, 31. März, von 15 bis 20 Uhr eine große Typisierungsaktion im Lehrsaal der Penzberger Feuerwehr (Winterstraße 6). Hintergrund ist kein konkreter Fall. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hatte die Penzberger Kollegen gefragt, ob sie sich deren Aktion „Ärmel hoch gegen Blutkrebs“ anschließen.

Die Penzberger Polizei hat einen Beamten in ihren Reihen, der schon Stammzellen gespendet hat. Polizeihauptmeister Christian Schweiger hatte sich 2005 registrieren lassen. Im Frühjahr 2013 erhielt er den Anruf der Stiftung „Aktion Knochenmarkspende Bayern“ (AKB), dass er als Spender für einen Patienten in Frage komme. Für ihn sei es klar gewesen zu helfen, so Schweiger. Ihm wurden damals unter Vollnarkose die Stammzellen direkt aus dem Beckenkamm an der Hüfte entnommen. Nicht länger als 45 Minuten habe das gedauert, so der Polizeibeamte. Danach habe er sofort im Innendienst arbeiten können, nach zwei Wochen sei sein Körper wieder voll belastbar gewesen, erzählt er.

Solche Entnahmen direkt aus dem Knochen geschehen laut Manuela Ortmann von der AKB in 20 Prozent der Fälle – wenn die Spende für erkrankte Kinder ist. Bei 80 Prozent aber werden die Zellen aus dem Blut gewonnen. Bei diesen Spendern wird zunächst mit einem Hormon das Wachstum der Stammzellen angeregt, die dann nach fünf Tagen über das Blut – ein Nadelstich in die Armvene – gewonnen werden können.

In Penzberg geht es am Freitag, 31. März, aber erst einmal um eine Typisierungsaktion. Für die Organisation gewann die Polizei die Penzberger Feuerwehr. Kommandant Christian Abt habe sofort zugesagt, erzählt Polizeichef Jan Pfeil. „Wenn man helfen kann, will man helfen“, sagt Adrian Leinweber von der Feuerwehr. 20 bis 30 Feuerwehrleute und ein halbes Dutzend Polizisten werden vor Ort sein. Sie rufen alle Penzberger im Alter zwischen 17 und 45 Jahren dazu auf, am Freitag ins Feuerwehrhaus zu kommen und sich typisieren zu lassen.

Abgezapft werden aus der Armvene zwei Röhrchen Blut, die später in einem Speziallabor analysiert werden. Die Kosten – 50 Euro pro Analyse– trägt die AKB. Bei ihr sind deshalb auch Geldspenden willkommen – auch ein Beitrag, Leben zu retten.

Auskünfte zur AKB und zu Spendenmöglichkeiten unter „www.akb.de“.

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