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Im kommenden Jahr soll der Umbau des alten Kinos beginnen.

Altes Kino

Für Metropol-Umbau müssen Bäume fallen

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Die Vorbereitungen für den Umbau des alten Metropolkinos zur neuen Musikschule laufen. Nächstes Jahr soll es losgehen. Um die Baustelle einzurichten, müssen allerdings Bäume fallen – es ist zu eng.

Penzberg– Derzeit wird an der Entwurfsplanung für den Umbau des alten Kinos an der Friedrich-Ebert-Straße gearbeitet. Sie soll bis Juni vorliegen. Darin einfließen wird auch der Vorschlag der Regierung von Oberbayern, das Dach nicht mit einer großen Gaube, sondern mit kleinen einzelnen Gauben zu versehen. Diese Variante war, wie berichtet, in der März-Sitzung des Bauausschusses noch nicht abschließend beschlossen worden.

In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung ging es nun um die Einrichtung der Baustelle – und dafür müssen insgesamt fünf Bäume fallen, wie eine Ortsbesichtigung ergab. Weil der Platz für die Bauarbeiten begrenzt ist, müssen laut Stadtbaumeister vier Birken am Schwadergraben neben dem Metropolgebäude entfernt werden. Der fünfte Baum in der Reihe, eine Eiche, könne erhalten bleiben. Sie bekomme einen Überfahrschutz, um Schäden zu verhindern. Nach dem Umbau oder im Zuge der Platzgestaltung wird es laut Klement Ersatzpflanzungen geben. Außerdem muss ihm zufolge ein weiterer Baum an der Friedrich-Ebert-Straße nahe der Ampel weichen. Auch dafür soll es Ersatz geben, und zwar im Zuge einer geplanten Sanierung der Straße. Die Baumfällung wurde gegen die Stimmen der Grünen Kerstin Engel und Johannes Bauer beschlossen.

„Wir würden die Bäume gern erhalten“, sagte Kerstin Engel. Man wäre allenfalls bereits, zwei Bäume zu opfern. Die anderen beiden Birken am Schwadergraben können ihrer Ansicht nach trotz Baustelle „mit ein bisschen Phantasie und guten Willen“ erhalten bleiben. „Uns geht es genauso, auch wir haben keinen Spaß daran“, entgegnete Thomas Keller (SPD). Aber es gehe nicht anders. Es seien viele Versuche unternommen worden, eine andere Wegeführung für die Baufahrzeuge zu finden, ohne Erfolg. Und das Wurzelwerk, so Keller, lasse sich nicht durch Holzbohlen ausreichend schützen. Gespräche gab es ihm zufolge deshalb auch mit der städtischen Baumkontrolleurin. Keller wies zudem darauf hin, dass ohnehin über eine Neugestaltung des Platzes zwischen Metropol und Stadthalle sowie über eine Freilegung des Bachlaufs nachgedacht werde. „Spätestens dann würden uns die Bäume in die Quere kommen.“ Er schlug vor, neue Bäume nachzupflanzen, wenn über die Platzgestaltung entschieden ist.

Gefällt werden sollen die fünf Bäume laut Stadtbauamt im kommenden Herbst. Die große Baustelle für den Metropol-Umbau wird danach eingerichtet. Wie berichtet, ist der Baubeginn für Februar 2020 geplant. Als Fertigstellungstermin der neuen Musikschule wird September 2021 anvisiert. Womöglich bereits heuer soll es kleinere Arbeiten in dem Gebäude geben, zum Beispiel der Ausbau nicht tragender Teile. Derzeit werde ermittelt, was sinnvoll ist, ohne etwas abstützen oder einzäunen zu müssen, erklärte Klement auf Nachfrage. Mit solchen Vorarbeiten, fügte er an, könnte man sich zeitliche Vorteile verschaffen – um Anfang 2020 schon ein Stück der Wegstrecke geschafft zu haben.

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