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Präsentierten Zahlen in Penzberg: (v.l.) Werkleiter Dr. Ulrich Opitz, „Roche Diagnostics“-Chefin Dr. Ursula Redeker und Personal-Geschäftsführer Edgar Vieth im neuen Ausbildungszentrum.

Arena für Kongresse: Baut Roche schon 2019?

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Rund 1,4 Milliarden Euro hat Roche von 2013 bis 2017 in sein Penzberger Werk investiert. Weitere Pläne liegen schon vor: Eine Veranstaltungshalle soll entstehen. Die Arena wäre eine der größten im Landkreis.

Penzberg - Der Schweizer Biotech-Konzern „Roche“ will weiter in sein Penzberger Werk investieren. Ein Großprojekt könnte der Bau einer firmeneigenen Veranstaltungshalle im Nonnenwald werden. Über das Vorhaben wird schon lange gesprochen, heuer wird wohl in der Baseler Konzernzentrale eine Entscheidung getroffen. Dies sagte Werkleiter Dr. Ulrich Opitz diese Woche bei der Bilanz-Pressekonferenz in Penzberg. Er erwartet, dass bis Ende des dritten oder vierten Jahresquartals Klarheit herrscht. Geht der Daumen nach oben, könnte bereits im Frühjahr 2019 Baubeginn sein.

Derzeit befinde man sich der „Phase der Projektinitiierung“, sagt Opitz: Drei bis fünf Alternativen würden untersucht – von einer reinen Veranstaltungshalle bis zu einer Kombination mit Büros. Auch die Lage ist offen: im Werk selbst oder außerhalb des südlichen Geländes auf einem firmeneigenen Parkplatz. Eines ist aber klar: Die Halle soll genug Platz für viele Besucher haben. Opitz spricht von bis zu 1000 Personen. Das wäre mehr als der Saal der Penzberger Stadthalle (bis zu 400 Personen).

Der Bedarf für eine große Arena sei vorhanden, heißt es. Nutzen will sie „Roche“ für Kongresse bis zu öffentlichen Kultur- und Infoveranstaltungen. Auf jeden Fall soll die Halle „einen einfachen Zugang von außen“ haben, so Opitz – „um das Werk mehr zu öffnen.“

Zwei weitere Planungen wurden im Konzern gerade genehmigt: Die Lagerkapazitäten um das Hochregal sowie das Gefahrstofflager werden erweitert oder neu gebaut. Wohl Ende 2018 geht es „in die finale Entscheidung“, so Opitz. Die Investition werde „im mehrstelligen Zehn-Millionen-Bereich“ liegen.

Der Biotech-Konzern in Deutschland, zu dem das Werk Penzberg mit 5949 Mitarbeitern zählt, musste 2017 einen Rückgang des Umsatzes gegenüber 2016 hinnehmen. Dieser sank in den Sparten „Pharma“, „Diagnostics“ und „Diabetes Care“ von 2,76 auf 2,69 Milliarden Euro. Dafür stiegen die Lieferungen der deutschen Sparte im Konzern für den Weltmarktverkauf von 3,67 auf 3,8 Milliarden Euro. Zahlen legte gestern Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung von „Roche Diagnostics“, vor. Sie sprach von „einem starken Jahr“ in einem schwierigen Marktumfeld.

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