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Eine Kinderkrippe entsteht an der Birkenstraße.

Auf die Schnelle: Krippen-Bau an der Birkenstraße

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Erst sah es an der Birkenstraße in Penzberg wie eine Ausgrabungsstätte aus. Nun wächst dort eine neue Kinderkrippe.

Penzberg - Vor einigen Tagen sah der Platz hinter der neuen Wellenbad-Turnhalle an der Birkenstraße wie eine von Gräben durchfurchte Ausgrabungsstätte aus. In Reih und Glied standen kleine abgeflachte Kuppen auf dem eingezäunten Areal, das bis vor kurzem noch ein Parkplatz war. Es ist das Fundament für eine neue Kinderkrippe, die dort entsteht. Am Dienstagvormittag wurden die ersten Container angeliefert, jeder mehr als drei Tonnen schwer. Die Zeit drängt: Schon am 4. September, also in knapp vier Wochen, soll die Kindertagesstätte eröffnet werden.

Seit Dienstag lieferten Sattelschlepper die Container-Module an. Ein Kran hievte eines nach dem anderen auf die abgeflachten Beton-Quadrate. Der Bau habe „kein Fundament im herkömmlichen Sinn“, sagt Stadtbaumeister Justus Klement. Die Beton-Quadrate als Fundament hätten zum einen den Vorteil, dass es schneller geht und der Parkplatz später einfacher wieder hergestellt werden kann. Zum anderen, so Klement, dass nicht gegraben werden musste und die Quadrate die Unebenheiten des Asphalts ausgleichen. Die Leitungen für die Kinderkrippe können in den Zwischenräumen verlegt werden.

Wegen der Kürze der Zeit habe man diese Art der Gründung gewählt, bestätigt Projektleiterin Franziska Hay vom Architekturbüro Stephan Jocher, das von der Stadt Penzberg mit der Planung beauftragt wurde. Aus 40 Container-Modulen in verschiedenen Größen wird die neue Kinderkrippe an der Birkenstraße bestehen. Drei Gruppen soll sie beherbergen. Neben den Gruppen- und Nebenräumen braucht das provisorische Gebäude auch Platz zum Beispiel für eine Teeküche, für den Gang, für Technik und Eingangsbereich mit einer Unterstellmöglichkeit für Kinderwagen. Die Länge der Krippe wird von der Birkenstraße bis zum Fußweg fast 45 Meter betragen, so Franziska Hay. In der Breite werden es 15 Meter sein. Das eingeschossige Gebäude erhalte zudem aus klimatischen Gründen ein Dach.

Der Zeitplan für den Krippen-Bau sei extrem eng, sagt Stephan Jocher. Bereits nächste Woche nach Mariä Himmelfahrt werden die Möbel erwartet. Danach sind es keine drei Wochen mehr bis zur Eröffnung. Schwierig ist es laut Jocher („Die Zusammenarbeit mit der Stadt klappt sehr gut“) auch, weil es sich bei einer Kindertagesstätte um einen Sonderbau handelt, also Dinge wie Brandschutz und Statik besonderen Vorgaben unterliegen und doppelt geprüft werden müssen. Trotzdem ist sich Jocher sicher: „Wir können pünktlich am 4. September eröffnen.“ Nur mit dem Außenbereich wird es etwas länger dauern. Laut Stadtbaumeister Klement wird die Wiese zwischen Landkreis-Sporthalle und Krippe zum Garten für die Kinder. Dort sind zum Beispiel Sandkasten und Schaukel vorgesehen. Wenn der Bau fertig ist, werden außerdem laut Klement wieder einige Parkplätze zur Verfügung stehen, die derzeit noch vom Baustellenzaun umgeben sind. Sie seien für Eltern von Krippenkindern wie für Wellenbad-Besucher.

Dass der Zeitplan so eng ist, hat zwei Gründe. Weil die Stadt Penzberg dringend neue Plätze für die Kinderbetreuung braucht, beschloss sie im vergangenen Juni, auf die Schnelle eine neue Krippe zu bauen, die schon im September zur Verfügung stehen sollte. Als Standort für die Tagesstätte wurde damals ein Grundstück an der Wölflstraße ausgesucht. Die Vorbereitungen hatten schon begonnen. Doch der Bau wurde eingestellt. Innerhalb weniger Tage entschied sich die Stadt deshalb für die Birkenstraße – gerade einmal eineinhalb Monate vor dem anvisierten Eröffnungstermin.

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