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Sind die süß: Jonathan und Leonhard waren gleich begeistert von den blauen Schafen, die noch bis zur Europawahl vor dem Penzberger Rathaus stehen werden.

Originelle Aktion

Außerirdische? Warum auf einmal dunkelblaue Schafe vor dem Penzberger Rathaus stehen

Ja, was steht denn da? So mancher Passant, der dieser Tage am Penzberger Rathaus vorbeiläuft, dürfte etwas irritiert sein ob der vier seltsamen Wesen, die es sich dort gemütlich gemacht haben.

Penzberg – Aber keine Angst: Die Schäfchen mit der auffälligen blauen Farbe sind nicht etwa von einem anderen Stern eingeflogen. Vielmehr hat sie sich die Stadt anlässlich der Europawahl besorgt, wie Bürgermeisterin Elke Zehetner sagt.

Ein Schild neben den niedlichen Genossen aus Kunststoff informiert über ihren Zweck: Demnach soll die kleine friedliche Herde ein Symbol sein für ein menschliches Miteinander. Die Schafe sollen an die soziale Verantwortung appellieren und für Toleranz werben.

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Blau seien die Tiere deshalb, weil Blau die Farbe der europäischen Friedensbewegung sei. Die Schafe sollen die Penzberger daran erinnern, sich an der Europawahl zu beteiligen und mit ihrer Stimme ein Zeichen zu setzen für ein freies und tolerantes Europa.

Über 3000 Penzberger haben bereits Briefwahlunterlagen beantragt

Wie Zehetner sagt, sei die Nachfrage der Penzberger nach Briefwahlunterlagen groß. Laut Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann haben bis Dienstag (14. Mai) 3088 Personen Briefwahlunterlagen angefordert. Zur Europawahl 2014 seien 2537 Briefwahlunterlagen ausgegeben worden. Briefwahlunterlagen können laut Holzmann noch bis Freitag, 24. Mai (18 Uhr), bei der Stadt mündlich oder schriftlich beantragt werden.

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Im Falle nachweislich plötzlicher Erkrankung, die ein Aufsuchen des Wahlraumes nicht oder nur unter nicht zumutbaren Schwierigkeiten möglich mache, könne der Antrag noch am Samstag, 25. Mai, von 10 bis 12 Uhr sowie am Wahltag von 8 bis 15 Uhr, gestellt werden.

Auch Plastikschafe müssen abends in den Stall

Die Schafe – die laut Zehetner übrigens gar nichts mit dem Penzberger Schaf „Hanni“ zu tun haben – werden übrigens noch bis nach der Wahl auf dem Stadtplatz grasen. „Nachts kommen sie aber in den Stall“, versichert Zehetner. Denn die Schäfchen seien so leicht, dass sie nur allzuschnell abhanden kommen könnten. Bei den Kindern jedenfalls sind die blauen Wesen schon sehr beliebt – etwa als Reittiere oder zum Kuscheln. Nach der Wahl will Zehetner die Plastikschafe den Schulen für ihren Sozialunterricht zur Verfügung stellen.

Von FRANZISKA SELIGER

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